Ausführliche Analyse besiegelt Aus

Die B2B-Handelsplattform für Restposten, Zitra (www.zitra.com), wird abgewickelt. Die Homepage des Unternehmens ist „vorübergehend nicht erreichbar“, wie Deutsche-Startups bemerkte. Das Online-Portal schreibt weiter, dass der Abwicklung offenbar eine intensive Analyse unter den Gesellschaftern, Tengelmann Ventures und der KfW Bankengruppe voraus gegangen war.

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Gerade Tengelmann hatte große Erwartungen an das Kölner Startup und stattete es mit einem Seed-Investment aus. Später brachte der Investor bei einer Series-A-Runde – gemeinsam mit der KfW – eine siebenstellige Eurosumme auf.

Die Enttäuschung der Tengelmann-Gruppe wird daher vermutlich groß sein, hatte sich doch Geschäftsführer Karl-Erivan W. Haub im Rahmen der Finanzierungsrunde so euphorisch geäußert: „Zitra hat durch sein einmaliges Geschäftsmodell das Potenzial, ein bedeutender Player im internationalen Warenhandel zu werden.“

Die hohen Erwartungen konnten die geschäftsführenden Gesellschafter, Frank Engel und Philipp Kraft, letztlich nicht erfüllen, obwohl das Geschäftsmodell der Kölner aussichtsreich erschien: Die B2B-Handelsplattform wollte gewerblichen Händlern den Einkauf von Marken- und Designerware erleichtern. Hersteller und Händler konnten auf Zitra Neuwaren, Sonderposten und Überproduktionen zum Verkauf an beispielsweise Outlets anbieten – und dadurch gebundene Liquidität freisetzen.