Wie sieht die Zukunft der Kreditvergabe aus? Intrum Justitia

Andy Siemers (v.r.) und das Team von Lend.ch

Wie kam es zur Partnerschaft mit Intrum Justitia?

Die Kreditprüfung und der Kreditvertragsabschluss, das sogenannte Underwriting, sind die wichtigsten Prozesse in der Dienstleistungserbringung eines Crowdlenders. Bei Lend.ch garantieren wir ein technologisch hochstehendes und zukunftweisendes Underwriting. Gleichzeitig ist Intrum Justitia die führende Schweizer Dienstleisterin im Bereich Kreditprüfung und -management. Intrum Justitia hat nicht nur seinen immensen Daten-Erfahrungsschatz erweitert, sondern sich auch hinsichtlich neuester technologischer Prozesstools stets weiterentwickelt. Sie fällt damit jährlich alleine in der Schweiz mehr als 40 Millionen Kreditentscheide. In dieser Partnerschaft profitieren wir also gegenseitig vom enormen Know-How und der Expertise des anderen. Ziel ist es, zusammen mit Intrum Justitia unsere Kompetenzen im Bereich Underwriting weiterzuentwickeln und auszubauen.

Beschränkt sich die Zusammenarbeit auf das Underwriting?

Technologisch auf dem neuesten Stand zu sein und qualitativ hochwertige Prüfprozesse zu nutzen, sind zentrale Elemente für Kreditprüfung und Vertragsabschluss. Sie sind die Grundlage für einen transparenten Kreditvergabeprozess und dafür steht Lend.ch. So prüfen wir zum Beispiel die Identität von Anlegern seit neustem mit dem Service von IDNow, der führenden Anbieterin von videobasierten Identifikationsdienstleistungen in Echtzeit. Und auch in der Bekämpfung von Betrugsfällen, der sogenannten Fraud Prevention, nutzen wir die neuesten, auf dem Markt verfügbaren Technologien.
Wir legen unseren Schwerpunkt in den Bereichen, in denen wir unseren Kunden spürbaren Mehrwert liefern können. In der Überzeugung, zuverlässige Kreditnehmer anziehen zu können, verzichtet Lend.ch daher zurzeit auf weitere Kerndienstleistungen von Intrum Justitia – etwa Services im Bereich des Mahn- und Inkassowesens.

Welche Vorteile bietet Lend.ch Kreditgebern und -nehmern?

Da Lend.ch als Online-Plattform zwischen Kreditnehmern und -gebern fungiert, fallen Banken als Vermittler weg. Die damit verbundenen Kostenstrukturen ermöglichen tiefere Zins- und Gebührenniveaus. Kreditkonten sind für Kunden jederzeit digital einsehbar – so lassen sich wichtige Angaben über laufende Kredite einfach und überschaubar abrufen. Böse Überraschungen in Bezug auf Mehrkosten und weitere Gebühren für Kreditnehmer und -geber, gehören damit der Vergangenheit an.

Sie bieten mit Lend.ch in erster Linie ein Tool für Kreditvergaben. Wie schaffen Sie eine persönliche Beziehung zu Ihren Kunden?

Hinter Lend.ch stehen sowohl Experten im Kreditvergabebereich als auch erfahrene Investoren. Mit dem Ziel, den Prozess hin zum Vertragsabschluss so einfach und positiv wie möglich zu gestalten, haben wir unser gesamtes Know-How in die Plattform gesteckt. Das Tool präsentiert sich daher auch nicht einfach als technologische Vereinfachung dieses Prozesses, sondern spiegelt unserer langjährigen Kundenerfahrungen wider.

Es ist zentrales Verständnis von Lend.ch, mit unseren Kunden offen und auf Augenhöhe zu kommunizieren. Hierzu haben wir zusätzlich auch einen Online-Chat eingerichtet. Daneben stehen unseren Kunden auch Berater via Telefon und E-Mail mit Rat und Tat zur Seite.

Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft des Kreditvergabegeschäfts im Hinblick auf die Digitalisierung aus?

Die Zukunft aller finanziellen Geschäfte, also auch der Kreditvergabevorgänge, sehen wir klar digital mit ausgeprägtem Kundenfokus. So hat die Digitalisierung vor allem das Crowdlending unglaublich viel einfacher gemacht  und Entwicklungsraum für Transparenz geschaffen, wie sie früher nicht möglich war. Dabei lässt sie Banken komplett aus dem Spiel.
Und auch die Kundennähe ist für Lend.ch von zentraler Bedeutung: Immer mehr Kreditnehmer und Anleger erkennen die Vorteile des digitalen Crowdlendings. Dies verändert das Kreditvergabegeschäft spürbar und erhöht die Taktung. Dies bekommen vor allem Banken zu spüren –Prozesse, die sie früher steuerten und kontrollierten, hat die  Digitalisierung automatisiert und dadurch transparenter als jemals zuvor gemacht. Allerdings steckt das digitale Crowdlending in der Schweiz – verglichen mit den USA – noch in den Kinderschuhen. Wir spüren aber die starken Tendenzen, die hier einen immer rascheren Wandel nach sich ziehen werden.  Lend.ch hat sich daher das Ziel gesetzt, in den nächsten fünf Jahren 20% des Schweizer Privatkreditmarktes zu bewegen.

Wer Fragen hat oder sich mehr Informationen rund um das Thema Kreditvergabe wünscht, kann sich gerne an Andy Siemers und Martin Honegger wenden.

 

 

Lend.ch
Andy Siemers
Telefon: +41 78 773 10 11
Email: andy@lend.ch

Intrum Justitia AG
Martin Honegger
Telefon: +41 78 643 80 61
Email: martin.honegger@intrum.com

 

Artikelbild: Lend.ch