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Das Team von Caspar-Health: Benjamin Pochhammer, Maximilian von Waldenfels und Maximilian Michels (von links)

Das Berliner Startup Caspar-Health bekommt erneut Kapital: Zwei Millionen Euro fließen in das Startup, das Reha-Behandlungen digitalisiert und sie online über eine Plattform anbietet. In dieser Seed-Runde investierten die bestehenden Gesellschafter des Startups: Atlantic Labs, der VC des bekannten Geldgebers Christophe Maire, außerdem Think.Health Ventures und Helmut Nanz, der Inhaber der größten deutschen Therapiezentrumskette.

Die medizinische Plattform, die dieses Jahr im Februar online ging, soll nun mit dem Geld ausgebaut werden, heißt es von Caspar-Health. Nach Unternehmensangaben haben die größten deutschen stationären und ambulanten Reha-Einrichtungen die Plattform bereits in ihre Programme integriert. Die Patienten können die App nutzen, in der ihnen Trainingspläne mit Erklärvideos und Ernährungsplänen zur Verfügung gestellt werden.

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„Sie können über die App auch mit ihren Therapeuten interagieren“, erklärt Mitgründer Max von Waldenfels. Patienten würden sich beispielsweise selbst beim Training aufnehmen, sodass der Therapeut sehen könne, wie oft jemand trainiere und ob er die Übungen richtig ausführe. Bisher gebe es Reha-Programme im Bereich der Neurologie, also zum Beispiel für Schlaganfall- oder Parkinsonpatienten, in der Orthopädie und auch der Kardiologie.

Hinter dem Startup stehen die ehemaligen Food-Express-Gründer von Waldenfels und Benjamin Pochhammer sowie Maximilian Michels, der zuvor Geschäftsführer einer Klinik der Michels-Gruppe war. Sie gründeten Caspar-Health im März 2016, ein mittelhoher sechsstelliger Betrag wurde im Sommer vergangenen Jahres investiert.

„Reha-Behandlungen sind häufig noch sehr offline, da ist wenig digital“, erklärt Max von Waldenfels gegenüber Gründerszene. Nur etwa 20 Prozent der Therapien seien „hands on“. Das bedeute, nur bei einem Fünftel der Patienten müsse der Therapeut sie tatsächlich anfassen. Mit den digitalen Therapien des Startups könnten Kliniken mehr Patienten betreuen und den Reha-Erfolg steigern, heißt es vom Unternehmen. Die Patienten müssen zum Beispiel nicht mehr auf einen Therapieplatz warten.

Als Nächstes plant Caspar-Health, in Asien zu expandieren. Max von Waldenfels ist derzeit in Hongkong auf der Suche nach Partnerkliniken.

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Bild: Caspar-Health