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SumUp: Erste Finanzierung nach Irland-Pleite im Mai

Der Mobile-Point-of-Sale-Anbieter SumUp hat eine Finanzierungsrunde von mehr als 10 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom auf FinTech spezialisierten VC Life.Sreda, in dessen Portfolio bereits der russische Wettbewerber Lifepay auftaucht. Als weitere Investoren sind unter anderem das Rabattportal Groupon und die spanische Großbank BBVA Ventures dabei.

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In einer Serie-B-Finanzierung im vergangenen Jahr hatte SumUp einen ebenfalls zweistelligen Millionenbetrag erhalten – damals hatte sich auch der Kreditkarten-Gigant American Express beteiligt.

Welche Summen dabei genau geflossen waren, will das Unternehmen nicht sagen. Zur Series-A im August 2012 hatten Tengelmann Ventures, B-to-v und weitere Investoren jedenfalls 20 Millionen US-Dollar springen lassen.

Das neu gewonnene Kapital will SumUp in den „Ausbau seiner technologischen Marktführerschaft“ stecken und die Entwicklung des Bezahlsystems sowie den internationalen Vertrieb des hauseigenen Kartenterminals vorantreiben.

Außerdem gab das Unternehmen bekannt, dass sich die Mitgründer Stefan Jeschonnek und Jan Deepen aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Hintergründe zu dem Weggang verriet das Unternehmen nicht. Im vergangenen Dezember hatte bereits Mitgründer und COO Petter Made das Unternehmen verlassen.

SumUp ist inzwischen in 12 Ländern in Europa sowie in Russland und Brasilien aktiv. Nicht überall aber scheint die Arbeit des Unternehmens Früchte zu tragen: Erst im Mai dieses Jahres musste SumUp seine Niederlassung in Irland dichtmachen. Offenbar hatte dem Unternehmen die bis dahin verpasste Einführung eines Chip&PIN-Kartenterminals zu schaffen gemacht. Die Konkurrenten iZettle und Payleven boten die Lösung bereits an, bevor SumUp das System Ende Mai vorstellte. Auf der langen Wettbewerber-Liste von SumUp steht neben Square und Orderbird seit kurzem auch MyLane.

Bild: SumUp