Zynga Mattrick

Mattrick räumt bei Zynga auf

Nach dem Abgang des bisherigen Zynga-Chefs Mark Pincus räumt dessen Nachfolger Don Mattrick vor allem mit der Vergangenheit in Form des bisherigen Managements auf. Jüngste „Opfer“ des offenbaren Neustarts bei der Spieleschmiede, so berichtet das Handelsblatt, sind der bisher für das operative Geschäft zuständige David Ko, Technologiechef Cadir Lee und Personal-Managerin Colleen McCreary.

In den letzten Wochen und Monaten ging es bei Zynga Schlag auf Schlag: Anfang Juni wurden 520 Mitarbeiter entlassen – knapp ein Fünftel der gesamten Belegschaft. Durch die Entlassungen sollen jährlich 70 bis 80 Millionen US-Dollar eingespart werden, hieß es seinerzeit. Neben der Personalentscheidung soll eine Refokussierung aufs Mobil-Geschäft die Wende bringen. Das hatte der angeschlagene Games-Hersteller weitestgehend verschlafen und zu lange alleine auf Facebook als Plattform gesetzt.

Spieleanbieter suchen nach neuen Umsatzquellen

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Aus diesem Grund hatte Gründer Marc Pincus das Jahr 2013 als „Übergangsjahr“ für sein Unternehmen ausgerufen – wie sich kurz darauf herausstellte, meinte er das auch in Bezug auf die Firmenspitze: Anfang Juli räumte er den Chefposten für Mattrick, der zuvor die Unterhaltungssparte bei Microsoft leitete.

Auch der deutsche Konkurrent Wooga hatte erst vor Kurzem eine Neuausrichtung angekündigt: So sollen zukünftig nicht mehr nur eigene Spiele auf den Markt gebracht werden. Stattdessen tritt das Berliner Unternehmen fortan auch als Publisher für Titel kleinerer Spieleanbieter auf. Auf diese Weise soll das (erweiterte) Angebot an Spielen wachsen, um einen größeren Kundenkreis anzusprechen. Nicht zuletzt dürfte – neben der Umsatzbeteiligung an den Dritt-Titeln – dabei auch die Hoffnung auf Cross-Selling-Effekte eine gewichtige Rolle spielen.

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