20 Millionen Dollar für das Autowerkstatt-Portal Caroobi

Newsartikel . Die Berliner Gründer wollen den Markt für Kfz-Services und Ersatzteile umkrempeln. Sie stellen Ferndiagnosen und garantieren ihren Kunden Festpreise.

Die Caroobi-Gründer

Das Werkstatt-Portal Caroobi erhält eine Series-B Finanzierung in Höhe von 20 Millionen Dollar (17 Millionen Euro). Lead-Investor ist Nokia Growth Partners. BMW i Ventures, der Wagniskapital-Arm des Automobilherstellers, Target Global, sowie DN Capital und Cherry Ventures beteiligen sich erneut an der Runde. Damit ist Caroobi nach eigenen Angaben 100 Millionen Dollar wert.

Nico Weiler und Mark Michl haben das Startup im Oktober 2015 gegründet. Es bezeichnet sich als. Europas erste digitale Meisterwerkstatt für Autoreparaturen und beschäftigt mehr als 130 Mitarbeiter.

Caroobi steht noch am Anfang: Monatlich werden 2000 Autos in 750 Werkstätten deutschlandweit repariert – also rechnerisch weniger als drei Reparaturen pro Werkstatt und Monat.

Ferndiagnosen zu Festpreisen

Das Besondere: Caroobi bietet im Netz markenoffene Kfz-Reparaturen nach Ferndiagnosen zu Festpreisen an. Das Startup holt das Auto ab, stellt einen Ersatzwagen und bringt das reparierte Fahrzeug zum Kunden zurück. Die Werkstatt kann sich aufs Reparieren konzentrieren. Das Startup übernimmt alle Nebenaufgaben von der Ersatzteilbestellung bis zur Abrechnung.

Gründer Mark Michl spricht von einer 95-prozentigen Trefferquote bei den online erstellten Diagnosen. Dabei hilft, dass sich das Unternehmen auf die häufigsten acht Reparaturservices beschränkt. Sollte sich eine Diagnose dennoch als falsch herausstellen, kann der Kunde entscheiden, ob er ein neues Angebot annimmt.

Caroobi: wachsender Ersatzteil-Marktplatz

Mit der neuen Finanzierung will Caroobi seinen neuen Marktplatz für Ersatzteile weiter ausbauen. Das Unternehmen bezieht Autoteile direkt vom Hersteller. Dieser Ersatzteile-Marktplatz wächst seit dem Launch im Februar 2018 den Angaben zufolge monatlich um rund 100 Prozent. Wie es bei dem Startup weiter heißt, will es nach Großbritannien und Frankreich expandieren.

Bild: Caroobi