Audi bietet Gebrauchtwagen jetzt auch im Internet an.

Verkaufsplattformen für Gebrauchtwagen gehören zu den ältesten Geschäftsmodellen des Onlinehandels. Sie erreichen monatlich achtstellige Nutzerzahlen und bieten Millionen Fahrzeuge im Internet an. 20 Jahre nach dieser Erfindung haben nun auch die großen Autohersteller diesen Markt entdeckt. Jetzt hat Audi begonnen, seine „:plus“-Modelle im Internet anzubieten.

Die neue Plattform soll Händlern eine größere Reichweite für junge Gebrauchte verschaffen. „Für Audi-Partner ist der Online-Verkauf eine sinnvolle Ergänzung zum stationären Handel“, erklärt Martin Wallenborn, der bei Audi für die Digitalisierung des Vertriebs verantwortlich ist.

Dem Unternehmen sei eine Lösung wichtig gewesen, die alle Schritte des Gebrauchtwagenkaufs von Anfang bis Ende abdeckt. Deshalb setzt Audi auch bei der Bezahlung auf eine digitalisierte Lösung. Kunden können alle Schritte des Autokaufs inklusive der Finanzierung über die Hausbank online vornehmen. Auch eine individuelle Lieferung und die Zulassung sei möglich, teilt der Konzern mit.

Zunächst beteiligen sich in der Pilotphase 70 Vertragshändler. Von Anfang 2018 an soll die Zahl der beteiligten Händler auf 200 steigen. Das neue Portal ist sowohl über die jeweilige Händlerwebseite als auch über die zentrale Gebrauchtwagenbörse zu erreichen.

Mercedes hatte bereits im September einen digitalen Gebrauchtwagenhandel gestartet. Auch Volkswagen bietet mit der Plattform „HeyCar“ eine Online-Verkaufsplattform an, auf der Ende Oktober mehr als 50.000 Fahrzeuge gelistet waren.

Ist der Gebrauchtwagenhandel für die Fahrzeughersteller noch Neuland, bieten Plattformen wie Autoscout, mobile.de, das zum eBay-Konzern gehört, oder die B2B-Plattform Auto1.com den digitalen Gebrauchtwagenhandel zum Teil seit mehr als zwei Jahrzehnten Jahren an.

Bild: Audi