750.000 Mitarbeiter, 312 Milliarden Umsatz, 7,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung. Die Zahlen, die die deutsche Autoindustrie erwirtschaftet, sind enorm. Wenn die Autowirtschaft einen Schnupfen hat, dann leidet der Rest Deutschlands unter einer Grippe, heißt es oft. Und die nächste Grippeepidemie könnte vor der Tür stehen.

Die Innovationen kommen aus den USA. Längst haben Google und Apple, aber auch Unternehmen wie Tesla und Uber bemerkt, dass sich auf dem Markt der Mobilität eine Menge Geld verdienen lässt. Tesla zeigt, wie man gute Elektroautos baut und Uber will die Stadtbewohner überzeugen, dass man auf ein eigenes Auto verzichten kann.

Google hat schon ein selbstfahrendes Auto im Angebot, das in den Städten die Kurzstrecken abdecken soll. Gleichzeitig drängt man zusammen mit Apple in die Infotainmentsysteme, also genau dahin, wo in Zukunft die größten Gewinne stecken werden: in den Daten, die jedes Auto sammelt.

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Auch auf Industrieseite steht die Automobilwirtschaft vor enormen Umwälzungen. Der 3D-Druck wird in Zukunft die riesigen Maschinen in der Metallverarbeitung überflüssig machen. Produktionsbedingungen müssen umgestellt werden, Mitarbeiter umgeschult, oder entlassen werden. Auf die Automobilindustrie wartet eine Revolution, die sie in vielen Bereichen komplett verändern wird.

Doch die zunehmende Digitalisierung eines vormals vollkommen analogen und mechanischen Produktes bringt neue Chancen. Nicht alle Herausforderungen, vor denen die Industrie steht, wird diese im Alleingang lösen können. Und nicht alle neuen Ideen, können aus der Industrie kommen. Für Startups bieten sich also ungeahnte Möglichkeiten und für Investoren profitable Chancen auf einem Markt, den Analysten mit mehr als 50 Milliarden Euro Umsatz bewerten. Pro Jahr.

Das neue „Automotive & Mobility“-Special von Gründerszene wird diese spannenden Themengebiete beleuchten. Startups werden vorgestellt, Marktbewegungen kommentiert. Experten werden die Zukunft der Mobilität ergründen. Auch die Strategien der Industrie werden wir analysieren. Und wir reden mit der Politik. Denn ohne Investitionen wird der Wandel mehr Zeit benötigen. Zeit, die angesichts der rasanten Entwicklungen der Technologie und des immensen Kapitals in den USA, sehr knapp ist.

Der Netzwerkgedanke ist uns wichtig. Industrie, Startups und Investoren müssen ins Gespräch kommen. Auf Konferenzen sollen Jungunternehmen und Industrie gemeinsam Lösungen erarbeiten um so den Industrie- und Technologiestandort Deutschland weiter abzusichern.

Wir haben uns viel vorgenommen und wir freuen uns über Feedback, Kritik und Lob.

Bild: (c) Bildagentur PantherMedia – 12104894 /