bjooli oldtimer

Der Handel mit historischen Fahrzeugen boomt. Er kürzlich konnte Classic Trader, ein Marktplatz für klassische Fahrzeuge, Millionen einsammeln. Allein der Markt mit den Ersatzteilen wird auf rund drei Milliarden Euro weltweit geschätzt. Das Startup Bjooli will von diesem Kuchen etwas abhaben. Die Berliner bieten eine Plattform, auf der Oldtimer-Freunde Ersatzteile für ihre Schätze erwerben können. Das ist bei einigen Marken und vor allem je nach Alter des Autos normalerweise eine mittelschwere Aufgabe. Und: Wenn keine Originalteile als Ersatz verbaut werden, sinkt der Wert des Oldtimers unweigerlich.

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Das Unternehmen wurde im Juli 2014 von Marian Meier-Andrae, Matthias Krämer und Jan Christmann in Frankfurt gegründet. Rainer Krösing und Rainer Ernst ergänzen das Gründerteam seit 2015. In diesem Jahr erfolgte der Umzug nach Berlin. Nun hat sich auch ein Investor gefunden: Der High-Tech Gründerfonds ist mit einer sechsstelligen Summe in das Unternehmen eingestiegen.

Bjooli bündelt auf der Online-Plattform das Angebot namhafter Händler und Hersteller. Alle Anbieter würden nach internen Qualitätskriterien ausgewählt und zu deren Einhaltung verpflichtet, heißt es vom Startup. Dadurch garantiere Bjooli die Echtheit und Qualität der Artikel. Kunden hätten somit Zugriff auf ein geprüftes und umfangreiches Angebot von „alten“ Neuteilen, nachgefertigten Originalen oder gut erhaltenen Gebrauchtteilen. Darüber hinaus gibt es ab sofort auch ein umfangreiches Sortiment an Reifen, Pflegemitteln, Schmierstoffen, Bekleidung und Fachliteratur.

Die Ersatzteilversorgung unterliegt großen Schwankungen. Bei Marken wie Mercedes ist die Versorgung zwar meist auf Jahrzehnte gesichert, da das Unternehmen sogar die Stanzvorlagen für die Bleche einlagert. Dagegen sieht es weniger gut bei Autofirmen aus, die mittlerweile das Zeitliche gesegnet haben. Eine Menge billiger Fälschungen sind im Umlauf, die teilweise die Sicherheit der Fahrzeuge gefährden. Auch wenn die Verwendung von Originalteilen bevorzugt wird, gehen einige Oldtimer-Besitzer deshalb dazu über, bestimmte Ersatzteile per 3D-Druck herstellen zu lassen.

Bild: Bjooli