Der BMW i3 findet nur wenig Liebhaber, nun setzt BMW auf ein neues, teureres E-Auto.

BMW will seine Flotte an Elektroautos weiter ausbauen. Konzernchef Harald Krüger hat in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit angekündigt, dass man einen Wagen zwischen dem BMW i3 und i8 platzieren will. Das intern als BMW i5 gehandelte Fahrzeug soll vor allem Kunden ansprechen, die bisher mit einem Tesla Model S geliebäugelt haben. Zwar sind die Verkäufe des Tesla in Deutschland weiterhin nicht so hoch, dass sie BMW oder andere Hersteller gefährden könnten. BMW sieht aber durchaus eine Gefahr für die Zukunft.

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Bisher hat der bayerische Autobauer mit seiner i-Serie keinen Erfolg. Obwohl man knapp drei Milliarden Euro in die Entwicklung und Produktion des i3 und des i8 gesteckt hat, bleiben die Verkaufszahlen enttäuschend. Bisher fanden etwas mehr als 16.000 BMW i3 einen Besitzer und dabei sind die Flottenverkäufe schon mit eingerechnet. Der mit knapp 150.000 Euro deutlich teurere BMW i8 fand 4.000 Abnehmer. Zum Vergleich: Tesla hat allein 30.000 Vorbestellungen für das neue Model X erhalten. Insgesamt hat BMW 2014 aber mehr als 1,6 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Hauptgrund für den geringen Absatz des i3 ist auch das fehlende Geschäft in China. Die chinesische Regierung subventioniert nur E-Autos, die auch im Land gebaut werden. Die Entscheidung hierfür fiel aber erst, nachdem BMW beschlossen hatte, den i3 zu produzieren. Da die Produktion des i3 wegen seiner komplexen Bauweise nicht einfach verlegt werden kann, fehlen BMW die Verkäufe in China. Dort setzt man auf ein Joint-Venture mit dem Autohersteller Brilliance, der unter der Marke Zinoro ein E-Auto baut, das die Technik von BMW nutzt.

BMW ist nach Audi und Mercedes der dritte deutsche Hersteller, der ein reines E-Auto in der gehobenen Mittelklasse ankündigt. Audi plant sein Fahrzeug 2018 auf den Markt zu bringen, bei Mercedes hält man sich in Sachen Termin bedeckt. Auch von BMW gibt es kein Lieferdatum für den i5.

Bild: BMW AG