Dreamlines-Geschäftsführer Felix Schneider

Dreamlines-Geschäftsführer und Gründer Felix Schneider

In einer weiteren Finanzierungsrunde konnte das Kreuzfahrtportal Dreamlines rund 14 Millionen Euro von bestehenden Investoren einsammeln, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Unter den Kapitalgebern befinden sich Hasso Plattner Ventures, Holtzbrinck Ventures, Dimaventures, Truventuro, Target Global und Altpoint. Anders als bei der letzten Finanzierung im Februar 2014 haben sich die Samwer­-Brüder dieses Mal nicht mit ihrem Global Founders Capital Fonds beteiligt. Insgesamt konnte das Startup bereits rund 44 Millionen Euro in vier Runden einsammeln.

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Das Startup vermittelt über seine Plattform Kreuzfahrten und setzt bei der Reiseplanung auf lokale Berater, die ähnlich wie bei einem Reisebüro, Fragen beantworten und Empfehlungen geben. Das Portal, das etwa 100 Redereien als Partner hat, ist allerdings nicht allein auf dem Markt. Wettbewerber e-Hoi und auch Mykreuzfahrt belegten in einem 2014 durchgeführten Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien noch vor Dreamlines die ersten beiden Plätze. Preis, Benutzerfreundlichkeit, Transparenz, Kundendienst und Auswahl wurden getestet. Um das Angebot weiter auszubauen sei das Hamburger Startup vor Kurzem eine Partnerschaft mit der russischen Fluggesellschaft Aeroflot eingegangen, teilte Dreamlines mit. Darüber wolle man künftig auch Kreuzfahrten an Kunden der Fluggesellschaft vertreiben.

Mit dem frischen Kapital will das Startup global weiter wachsen, heißt es von Dreamlines. Das 2012 von Felix Schneider und Nils Regge in Hamburg gründetete Kreuzfahrtportal beschäftige mittlerweile 400 Mitarbeiter, darunter auch in Nizza, Amsterdam, São Pau­lo und an der Gold Coast in Australien. Das Geschäft wuchs in den vergangenen Jahren gut: Eine durchschnittliche Wachstumsrate von 171 Prozent verzeichnete das Startup von 2012 bis 2014, wie Zahlen aus dem Gründerszene-Ranking zeigen. Dem Unternehmen zufolge befänden sich von der Atlantiküberquerung bis zur Weltumrundung derzeit etwa 30.000 Angebote im Portfolio.

Bild: Dreamlines