In Kalifornien hat man den Umweltschutz und den Straßenverkehr schon seit Jahrzehnten fest im Blick. Der Bundesstaat gründete 1967 das Californian Air Resources Board (CARB), das seit dieser Zeit regelmäßig mit neuen Vorschlägen die Autoindustrie überrascht. Abgasvorschriften führte man schon in den 60er-Jahren ein, in den 80ern kam dann die Extraspur für Fahrgemeinschaften. In den 90ern beschloss man, die Treibhausemissionen zu senken und verlangte von den Herstellern, dass diese bis 2003 mindestens 10 Prozent ihrer Neuwagen mit E-Antrieben ausstatten sollten. Das klappte nicht so ganz, aber immerhin kam man bis heute auf knapp 3 Prozent. 2015 will man dann 25 Prozent erreichen.

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Das CARB hat nun mit einer neuen Idee nachgelegt. Bis 2030 soll es Autoherstellern verboten sein, Neuwagen zu verkaufen, die fossile Brennstoffe als Antriebsenergie nutzen. Anders ausgedrückt: Ab 2030 sollen nur noch neue E-Autos zugelassen werden. Ab 2050 sollen dann alle Fahrzeuge, die Benzin verbrennen, von der Bildfläche verschwunden sein. Ausnahmen sind nicht geplant.

Ein ziemlich ambitioniertes Ziel, das aber vom derzeitigen Gouverneur Jerry Brown unterstützt wird. Vermutlich werden sich die Zahlen aber genauso wenig umsetzen lassen wie die in Deutschland mal eingeforderten eine Million E-Autos. Aber es ist immerhin ein Zeichen und erhöht den Druck auf die Hersteller, die in Sachen Emissionen eh gerne etwas tricksen.

Was wohl passieren würde, wenn man in Deutschland heute auf eine ähnliche Idee käme? Es würde vor allem an vernünftigen E-Autos mangeln, denn die Liste der echten E-Autos ist bedenklich kurz, wie man in unserer Bildergalerie sehen kann.

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Die zweite Auflage des Leaf, der seit 2013 auf dem deutschen Markt ist, hat eine Reichweite von 200 km und gehört zu den meistverkauften E-Autos in Deutschland. Bild: Nissan

Bild: VW AG