S-Bahn_Roller_Muenchen

In München startet ein neues Mobilitäts-Konzept

Wer nicht direkt neben einer S-Bahn-Station wohnt, kann bisher auf Lösungen wie das Leih-Auto Flinkster oder das DB-Bike zurückgreifen. Jetzt bietet erstmalig auch ein Startup diesen Service an: Mit dem neuen Angebot von Scoo.me können Öffi-Nutzer künftig den Weg vom und zur S-Bahn-Station mit einem Leihroller zurücklegen. Das ganze wird in Fachkreisen als intermodales Mobiltätskonzept bezeichnet.

Derzeit befindet sich das Projekt noch im Pilot-Stadium: Testweise stehen die Roller von Scoo.me an dem S-Bahnhof „Berg am Laim“ in München zur Verfügung. Dafür sollen anfänglich fünf Fahrzeuge immer in Stationsnähe positioniert werden. Wenn das Angebot gut angenommen werde, sollen weitere Stationen folgen, so der Mitgründer Magnus Schmidt auf Nachfrage von Gründerszene.

Anzeige
„Wir wollen herausfinden, wie die Mobiltätskette zwischen S-Bahn-Nutzern und unseren Kunden angenommen wird“, sagt Schmidt. „Es hatte sich gezeigt, dass die für uns wichtigsten Anbindungsorte an U-Bahnen oder S-Bahnstationen liegen.“ In der Regel sind die Mietroller-Angebote wie bei eMio in Berlin oder Jaano in Hamburg auf den inneren Stadtbereich begrenzt. Scoo.me wolle durch die Ausweitung des Geschäftsgebiets auch Münchens Außenbezirke schrittweise mit einbeziehen. Auch in Köln sei das Unternehmen von Schmidt in Verhandlungen mit einem ÖPNV-Anbieter. In der Rhein-Stadt ist man bereits seit 2015 mit einem Angebot vertreten.

Für das 2014 in München gegründete Unternehmen seien derzeit 100 Fahrzeuge im Einsatz, so Schmidt. Zudem habe Scoo.me bereits 8.000 Kunden und rund 25.000 Fahrten vermittelt.

Bild: Scoo.me