Ein Witz? Nein, Daimler meint das durchaus ernst mit dem Gras auf dem Auto.

Moovel, der Mobilitätsdienstleister der Daimler AG, hat sich etwas Neues einfallen lassen. Für den Car2Go-Ableger in Stuttgart hat das Unternehmen einen Smart mit einem echten Grasteppich beklebt. Der Wagen soll ab Mitte November für ein paar Wochen getestet werden. Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, will man das Gras auch an Privatpersonen verkaufen. Also das auf dem Auto, natürlich.

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Tatsächlich meint Moovel die Sache aber wirklich ernst. Da der Rasen echt ist, rechnet Moovel aus, dass ein so begrüntes Auto circa sieben Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr verarbeiten kann. Zwar emittiert der Smart, in diesem Fall das alte Modell, laut Daimler rund 100 Gramm je gefahrenem Kilometer und hat damit die sieben Kilogramm schnell wieder eingeholt, aber es soll ja nur ein Beispiel sein, so Moovel. Man will mit der Aktion auch darauf hinweisen, dass es in der Stadt genug Flächen gebe, die man auch nachträglich noch begrünen könne. Warum also nicht auch Autos? Jedenfalls würde man sich die Autowäsche sparen.

Das Thema wird im Moment von vielen Stadtplanern und Architekten aufgenommen. In Singapur entstand schon 2008 das erste begrünte Hochhaus, weitere sollen in den nächsten Jahren folgen. Dem Stadtstaat geht es auch darum, die Kohlendioxid-Belastung in der City deutlich zu verringern, denn die Schadstoffe von Autoabgasen sind weltweit für den Tod von 3,3 Millionen Menschen pro Jahr verantwortlich. Projekte wie das „Green Heart“ in Singapur oder dem „Vertical Forest“ in der Schweiz sind erste Versuche, die Natur in der Stadt stärker zu integrieren.

Übrigens: Ganz neu ist die Idee mit dem Gras auf dem Auto nicht – aber Moovel scheint es tatsächlich ernst zu meinen mit dem begrünten Smart.

Bild: Moovel