Erster Unfall in Deutschland – hat die Fahrassistenz oder doch der Fahrer selbst versagt?

Ein Tesla Model S fuhr nach Polizeiangaben am Mittwochnachmittag auf einen dänischen Bus auf. Der Unfall soll sich unmittelbar nach einem Überholvorgang auf der Autobahn in Höhe von Gudow, Schleswig-Holstein, ereignet haben. Die 29 Passagiere des Busses seien unbeschadet davon gekommen. Allerdings habe der 50-jährige Tesla-Fahrer leichte Verletzungen davon getragen. Der „Autopilot“ sei aktiviert gewesen.

Update vom 30.09.2016: Tesla verteidigt sich: Gegenüber Reuters sagte eine Unternehmensprecherin am Donnerstag, es habe keinen Fehler bei dem eingeschalteten Fahrassistenten von Tesla gegeben. Der Reisebus sei plötzlich auf die Fahrbahn des Tesla gewechselt und mit dem Model S zusammengestoßen. Die Kollision sei somit unausweichlich gewesen. Die Polizei wollte auf Nachfrage von Gründerszene keine weitere Auskunft zu dem Vorfall geben.

Die erste Version des Artikels erschien am 29.09.2016

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Der Fahrer soll gegenüber der Polizei angegeben haben, die Hände während der Fahrt am Steuer gehabt zu haben, schreibt heise. Nach den vorhergegangenen Vorfällen in den USA und China hatte Tesla mehrmalig darauf hingewiesen, dass es sich bei dem gerne als Autopilot bezeichneten System vielmehr um eine Fahrassistenz handle – das Model S also kein selbstfahrendes Fahrzeug sei. Die Hände müssen deshalb am Steuer bleiben. Die Assistenz führt unter anderem Ausweichmanöver ein, wenn ein anderes Fahrzeug von der Seite aufzufahren droht.

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Als in den USA ein Tesla Model S im vermeintlichen Autopiloten einen tödlichen Unfall verursachte, war die mediale Aufregung groß. Der Fahrer soll allerdings während der Fahrt einen Film geschaut und nicht rechtzeitig gebremst haben, wie sich später herausstellte.

Bild: Getty Images / Spencer Platt