Das Dokument, das offensichtlich an Ubers mögliche neue Investoren gerichtet ist, wurde der Nachrichtenagentur Reuters zugespielt: In der Präsentation werden neue Umsatzzahlen genannt, die einige überraschen werden. Demnach sollen Uber-Fahrer in 50 Ländern im Jahr 2015 mehr als 10 Milliarden Dollar aus Buchungen einnehmen. Da 20 Prozent davon als Vermittlungsprovision an Uber abgeführt werden, müssten etwa 2 Milliarden Dollar Einnahmen bei dem US-Unternehmen landen.

Für das Jahr 2016 prognostiziert die Präsentation ein Buchungsvolumen von 26 Milliarden Dollar, was etwas mehr als 5 Milliarden Dollar in die Kassen des umstrittenen Fahrdiensts spülen soll. Gleichzeitig hat Uber erstmals einen konkreten Plan für den IPO andeutet. In 18 bis 24 Monaten will Travis Kalanick seine Firma demnach an die Börse bringen und weitere Investoren anziehen. Der IPO von Uber wird zwar allgemein erwartet, einen Zeitplan gab es bisher aber noch nicht. Nun scheint Ende des nächsten Jahres realistisch.

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Trotz der neuen Zahlen ist weiter unklar, ob Uber überhaupt Geld verdient. Klare Aussagen gibt es dazu auch in der geleakten Präsentation nicht. Die Spekulationen reichen von kleinen Gewinnen bis hin zu riesigen Verlusten, da Uber in vielen Städten die Fahrer stark subventioniert. Gleichzeitig verpulvert der Mobilitätsriese jede Menge Kapital in Rechtsstreitigkeiten, da nicht wenige Städte das Angebot der Firma schlichtweg verboten haben – und Uber dagegen vorgeht.

Weiterer Ärger droht Uber in den USA. Die Stadt San Francisco bereitet eine Klage gegen das Unternehmen vor. Man wirft der Firma vor, dass sie es mit den Sicherheitsbestimmungen bei der Einstellung der Fahrer nicht genau genug nimmt. In den letzten Monaten gab es immer wieder Fälle, in denen verurteilte Sexualstraftäter und Mörder als Uber-Fahrer unterwegs waren.

Für Uber könnten derartige Negativschlagzeilen zum Problem werden. Zum einen wird die Sicherheit der Passagiere in Frage gestellt, zum anderen könnte solche Presse den angepeilten Börsengang gefährden. Die Firma hat aber mittlerweile reagiert und die Auflagen für neue Bewerber verschärft.

Bild: Uber