Die Geschäftsmodelle von Firmen wie Uber, Lyft und Co sind weltweit umstritten – aber sehr erfolgreich. Nicht, weil Uber gerade mit mehr als 50 Milliarden Dollar Börsenwert benotet wurde, sondern weil sie massiv die Wirtschaftsleistung der USA fördern. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie des American Action Forum (AAF), ein konservatives und neoliberales Wirtschaftsinstitut aus den Staaten.

Das AAF hatte aktuelle Zensus-Daten der US-Finanzämter angeschaut und besonders auf jene US-Bürger geachtet, die Einnahmen ohne Festanstellungen angaben. Insgesamt sollen alleine Taxi-, Ridesharing- und andere On-Demand-Angebote zwischen 2010 und 2014 für knapp 519 Millionen Dollar Mehreinnahmen der freien Mitarbeiter zuständig sein. Angeblich wurden auf diese Weise im Mobilitätssegment mehr als 22.000 Jobs generiert.

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Die Studie umfasst die gesamte sogenannte Gig-Economy. Gig steht hier für das kurzfristige Anheuern einzelner Arbeitskräfte, die auf eigene Rechnung arbeiten. Dazu gehören auch Dienste wie die von Airbnb, Lyft und weiteren Unternehmen, die Sharing anbieten. Insgesamt, so das American Action Forum, sind schon 14,4 Prozent aller Arbeiter in den USA in der Gig-Economy unterwegs. Mehr als 30 Prozent aller neuen Jobs wurden durch diese neuen Wirtschaftszweige seit 2010 geschaffen.

Die Zahlen des Instituts, das der republikanischen Partei nahe steht, kommen zu einem interessanten Zeitpunkt. In den USA ist eine Diskussion über Arbeitsrechte der meist freiberuflichen Mitarbeiter der Unternehmen ausgebrochen. Auslöser war unter anderem die Entscheidung einer Arbeitsbehörde, dass Uber nicht als Vermittlungsplattform agiere und so seine Fahrer anstellen müsse.

Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton warf der Startup-Industrie vor, sie würde harte Fragen in Sachen Arbeitsschutz aufwerfen. Von republikanischer Seite heißt es dagegen schon lange, dass man die Startups weitestgehend unreguliert wachsen lassen sollte: Sie seien der Motor des momentanen Wirtschaftswachstums in den Staaten.

Bild: Uber