Die Advocado-Gründer Maximilian Block und Jacob Saß (von links)

Das Greifswalder Rechtsberatungs-Startup Advocado bekommt frisches Kapital in Millionenhöhe. Den genauen Betrag wollten die Gründer Maximilian Block und Jacob Saß auf Anfrage von Gründerszene nicht nennen. Ein Teil des Geldes stammt aus der Region: von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern. Der Investor hatte bereits im Juli 2015 einen sechsstelligen Betrag in Advodaco gesteckt. Zu den Geldgebern der Runde gehört auch der frühere SAP-Manager Wolfgang Kemna.

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Das Startup hat sich vorgenommen, die Rechtsberatung zu digitalisieren. Über die Plattform von Advocado können Anwaltskanzleien ihre Mandanten online betreuen. Neben der Plattform bietet das Startup einen Marktplatz für die Erstberatung bei Rechtsangelegenheiten. Nutzer können sich hier für eingestellte Rechtsprobleme Angebote von Anwälten einholen.

Seit der Gründung 2014 haben sich nach Unternehmensangaben mehr als 300 Kanzleien auf der Plattform registriert. 5.000 Mandanten habe Advocado bisher vermittelt und damit Angebote in Höhe eines mittleren siebenstelligen Betrags abgewickelt. Neben Privatpersonen nutzen auch Geschäftskunden und Unternehmen die Plattform. Letztere machen einen Anteil von rund 35 Prozent aus. 

Geld verdient das Startup pro zustande gekommenen Vertrag zwischen Anwalt und Mandant: Im Schnitt kassiert Advocado rund 25 Prozent der erhobenen Beratungsgebühr.

Im Markt von Advodaco ist auch Jurato unterwegs. Mit der Anwaltsvermittlung Legalbase musste im Februar dieses Jahres ein Konkurrent Insolvenz anmelden. Kurz darauf übernahm Hauptinvestor Legalzoom das Startup

Bild: Advocado