Til Klein (vorher Berater bei BCG) und Lara Hämmerle gründeten Vantik, um Millenials beim Sparen zu helfen.
Der ehemalige Unternehmensberater Til Klein und Lara Hämmerle gründeten Vantik, um Millennials beim Sparen zu helfen.

Das Berliner Altersvorsorge-Startup Vantik hat eine Finanzierungsrunde über 1,4 Millionen Euro abgeschlossen. Leadinvestor ist Stephan Schubert, Gründer des Finanznachrichtenportals Onvista. Außerdem schossen der Berliner Wagniskapitalgeber Atlantic Labs und N26-Gründer Maximilian Tayenthal Geld nach. Beide waren bereits vergangenes Jahr bei Vantik eingestiegen.

Til Klein und Lara Hämmerle gründeten Vantik 2017. Mit ihrem Altersvorsorge-Tool richten sie sich gezielt an die Generation Y, also Leute zwischen Anfang 20 und Mitte 30. Kunden können über die App ein Konto bei Vantiks Partnerbank BNP Paribas eröffnen und darauf Geld für ihre Altersvorsorge einzahlen. Diese Summe zahlt das Startup in seinen eigenen Fonds ein, von wo aus es wiederum in ein „weltweit gestreutes ETF-Portfolio“ investiert wird, wie es in einer Mitteilung heißt. Nutzer seien nicht an einen festen Sparplan gebunden, sondern könnten einzahlen, wie viel und wann sie wollen.

Von anderen Angeboten abheben will sich Vantik, indem es das Geld zweigleisig anlegt: Ein Prozent jeder Einzahlung soll an eine von Vantik gegründete Stiftung fließen. Dort wird das Geld verwaltet, bis der Sparer in Rente geht – dann soll er diesen Anteil zusätzlich zu dem Vermögen ausgezahlt bekommen, das er bis dahin über Vantik eingespart hat. Soweit zumindest der Plan: „Die Stiftung wird bis spätestens Ende 2019 errichtet. Bis dahin wird der Vantik-Sicherheitspuffer von der Vantik GmbH treuhänderisch verwaltet“, heißt es auf der Website

Vantik finanziert sich über eine Gebühr: Das Startup behält 1,18 Prozent der Summe, die die Nutzer jährlich einzahlen. Momentan habe man „ein paar Hundert Kunden“, sagt Mitgründer Til Klein. Bislang gab es Vantik nur in einer Beta-Version, am heutigen Dienstag veröffentlichen die Gründer ihre App offiziell. Bis Jahresende wolle man eine hohe fünfstellige Kundenzahl verzeichnen, so Klein. 2020 streben er und seine zehn Mitarbeiter außerdem die Expansion an. Details dazu nennt der Gründer noch nicht.

Lest auch


Bild: Vantik