Philipp Kraiss (links), Max Wittrock (mittig) und Hubertus Bessau stellen im Mai ihr neuestes Produkt vor: die Hipstermilch Nilk.

Es ist eine der großen Erfolgsgeschichten in der deutschen Gründerszene: jahrelanges Wachstum, ein rentables Geschäftsmodell und eine starke Marke. Die Gründer von Mymuesli, Hubertus Bessau, Max Wittrock und Philipp Kraiss, gelten vielen in der Szene als Vorbild.

Mittlerweile bieten sie anderen Startups, was sie für Mymuesli selbst kaum in Anspruch genommen haben: Investitionen. Die Business Angels, die zwischenzeitlich beim Müsli-Startup investiert waren, kauften sie 2013 wieder heraus. Bis Anfang 2016 gehörten den drei Gründern 100 Prozent von Mymuesli. Erst dann übernahm der Hamburger Investor Genui ein Drittel der Anteile.

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Heute sind die Gründer selbst bei einer „Handvoll Startups“ beteiligt, wie Max Wittrock sagt. Darunter sind das KeksStartup Knusperreich und das Nahrungsergänzungsmittel-Unternehmen Purmeo. Auch das Wurst-Startup Grillido und die New Yorker Firma Greenblender gehören zum Portfolio.

„Ich selbst habe privat noch eine Leidenschaftsbeteiligung an Geile Weine aus Mainz“, sagt Wittrock und erzählt, dass er immer öfters Businesspläne von Startups auf Investorensuche geschickt bekomme. „Wir sind aber keine institutionellen Investoren“, betont Wittrock, „Wir füllen die klassische Rolle eines Business Angels aus: kleine Summen, dafür viel Knowhow, Erfahrung und Netzwerk.“ Viel Raum für die Investoren-Rolle bliebe neben der Arbeit bei Mymuesli nicht, sagt Wittrock: „Für ein bis zwei Investments werden wir in den kommenden Jahren aber noch Zeit haben.“

Die Firmengeschichte von Mymuesli: Klicken zum Vergrößern.

Dieser Text erschien zuerst im neuen NGIN Food-Heft. Hier geht es zum Magazin!

Bild: Florian Weichselbaumer; Infografik: Michel Penke