Juicero

Ein Küchengerät für 700 US-Dollar, das vorproduzierten Saft aus Beuteln in ein Glas drückt – das war die Saftpresse von Juicero. Journalisten führten das gehypte Startup vor einigen Wochen vor, indem sie in einem Videotest zeigten, dass man die Saftbeutel auch ganz einfach selbst per Hand ausdrücken kann. Spott und Empörung zwangen das Startup letztendlich, den ursprünglichen Kaufpreis um fast die Hälfte auf 400 Dollar zu reduzieren und die Rückgabefrist zu verlängern.

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Geholfen haben die Maßnahmen nicht. Trotz einer 120-Millionen-Dollar-Finanzierung von Geldgebern wie Google, Kleiner Perkins Caufield & Byers und der Campbell Soup Company gibt Juicero nun auf. Immerhin ganze 16 Monate hat sich das Startup am Markt gehalten und laut Unternehmenswebsite mehr als eine Million Packungen Saft verkauft. Ein Glas frisch gepresstes Obst und Gemüse aus dem Beutel kostete immerhin schon stolze fünf US-Dollar.

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Am 1. September hat das Unternehmen seine Produktion offiziell eingestellt und sucht aktuell nach Käufern, die die Juicero-Mission erfolgreich weiterführen könnten. Es habe sich herausgestellt, dass Verbraucher einfachere und stressfreiere Wege suchten, um frischen kaltgepressten Saft trinken zu können, räumt das Startup in einer Abschiedsmitteilung ein. Kunden haben noch bis zum 1. Dezember 2017 die Möglichkeit, den Kaufpreis ihrer Saftpresse zurückerstattet zu bekommen.

Bild: Juicero