etank-compressor

Mitgründer Norbert Neumann (links) und Geschäftsführer Axel Popp legen ihre Energiespeicher eineinhalb Meter tief in den Boden

Erneuerbare Energie wird oft ausgerechnet dann generiert, wenn sie gerade nicht benötigt wird. Damit die Wohnung trotzdem auch im Winter warm wird, müssen Energie und Wärme gespeichert werden.

Das brandenburgische Unternehmen Deematrix hat ein solches Speichersystem entwickelt. Das Herzstück des Systems, der sogenannte eTank, liegt rund eineinhalb Meter tief im Boden und besteht aus mehreren übereinandergeschichteten Polyethylen-Leitungen, in denen sich ein Frostschutzgemisch befindet. Der eTank speichert überschüssige Wärme, etwa aus solarthermischen Anlagen oder Blockheizkraftwerken, bei relativ niedrigen Temperaturen. Oben und an den Seiten ist er gegen Energieverluste gedämmt, nach unten hin ist er offen, um die Wärme aus dem Boden zu nutzen.

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Über 100 eTanks sind schon verbuddelt

Die EU-weit patentierte Anlage macht die im Boden gespeicherte Energie über eine Wärmepumpe, die vergleichsweise wenig Strom verbraucht, für die Verbraucher nutzbar. Zum Digitalunternehmen wird Deematrix durch die Planungsweise der Speicheranlagen. Die ideale Art der Leitungsverlegung im Boden sowie die Anzahl der Rohrebenen ermitteln Algorithmen. So kann der eTank an verschiedene Heizbedürfnisse angepasst werden: Ein Wohnheim voller Sportstudenten hat beispielsweise andere Heizlasten zu bewältigen als ein Büro-komplex, in dem in der Regel kein warmes Wasser aus dem Hahn kommen muss. Beim Einfamilienhaus sieht es noch mal anders aus.

Auch die Bodenbedingungen, die von Standort zu Standort verschieden sind, berechnet der Algorithmus ein. Deematrix stattet Neubauten mit der Technik aus, rüstet aber auch bei Altbauten nach. Bislang hat das Start-up mit Sitz in Fürstenwalde über 100 eTank-Projekte abgeschlossen, sagt Geschäftsführer Axel Popp.

25 – deematrix

Wachstumsrate: 216 %
Gründungsjahr: 2013
Firmensitz: Fürstenwalde
Branche: Clean Tech
Webseite: www.etank.de

Bild: Deematrix