finanzcheck_Klein

Andreas Kupke und Moritz Thiele (rechts) leiten Finanzcheck

Kreditvergleich mit starker Investoren-Riege

33 Millionen Euro. So viel Geld gab es im April 2016, sechs Jahre nach der Unternehmensgründung, für die Betreiber des Kreditvergleichsportals Finanzcheck. Eine stattliche Summe und die bislang größte Runde für das Fintech-Unternehmen.

2014 hatte bereits der NWZ-Verlag in Finanzcheck investiert, damals steckte der Verlag der Oldenburger Nordwest-Zeitung gemeinsam mit Altinvestor B-to-v einen „mittleren siebenstelligen“ Betrag in Finanzcheck. 2015 war dann der renommierte US-Ostküsten-Geldgeber Highland Capital Partners mit einem zweistelligen Euro-Millionenbetrag eingestiegen.

Der Kreditvergleich Finanzcheck ist das Hauptprodukt der dahinterstehenden GmbH. Seit einiger Zeit ist das Hamburger Unternehmen aber auch außerhalb des Endverbrauchergeschäfts tätig und vertreibt eine B2B-Lösung an Makler und Vermittler. Finanzcheck-Geschäftsführer Moritz Thiele gibt an, dass sein Vergleichs-portal bis einschließlich 2016 insgesamt zwei Milliarden Euro an Konsumentenkrediten vermittelt haben wird.

Als reines Kreditvergleichsportal tritt neben Finanzcheck auch Smava auf. Mit den Angeboten von Check24 und Verivox können Verbraucher zusätzlich Autoversicherungen, Stromanbieter und Flüge miteinander vergleichen. Plant auch Finanzcheck, in Zukunft weitere Produkte in das Vergleichsangebot mit aufzunehmen? Geschäftsführer Moritz Thiele hält sich bedeckt: „Ich kann nur so viel verraten: Wir bleiben dem Sinn und Zweck des Vergleichsportals treu, haben aber einige Ideen in der Umsetzung, die das Modell für unsere Kunden und Partner noch effizienter machen sollen.“ Finanzcheck beschäftigt rund 180 Mitarbeiter.

44 – Finanzcheck

Wachstumsrate: 104 %
Gründungsjahr: 2010
Firmensitz: Hamburg
Branche: Fintech
Webseite: finanzcheck.de

Supermarkt-Inspektoren

Wo steht im Münchner Supermarkt unser Bier? Wenn sich eine Brauerei diese Frage stellt, kann sie Streetspotr beauftragen. Das Nürnberger Startup lagert Analysen an den Verkaufsstellen an Mikro-Jobber aus. Mehr als 470.000 Nutzer sollen sich dafür zur Verfügung gestellt haben. Sie übermitteln ihre Ergebnisse – etwa zur Regalplatzierung der Bier-Marke – per App und verdienen damit kleinere Beträge. Streetspotr sammelte nach zweieinhalb Jahren Eigenfinanzierung im April 2014 erstmals Geld von Investoren ein. Seitdem gab es für die Nürnberger keine Finanzierungsrunden mehr. Mit ihrer Plattform sind die Macher nicht allein, ähnliche Dienste bieten Clickworker und Mylittlejob an.

45 – Streetspotr

Wachstumsrate: 98 %
Gründungsjahr: 2011
Firmensitz: Nürnberg
Branche: Mobile/Apps
Webseite: streetspotr.com

Bild: Finanzcheck