Yieldlove

Die Yieldlove-Gründer Benjamin Gries, Timo Hagenow und Ivan Tomic (von links)

Werbebanner? Begegnen uns fast überall im Netz. Einige Seiten finanzieren sich ausschließlich über Online-Anzeigen. Umso wichtiger ist es für die Betreiber dieser Angebote, einen guten Preis für die freien Flächen zu erhalten, die sie Werbetreibenden zur Verfügung stellen. Wenn Marketing-Verantwortliche dafür einzelne Werbenetzwerke manuell auswählen, ist das aufwendig und entsprechend teuer.

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Das Hamburger Startup Yieldlove will ihnen Arbeit abnehmen, indem es den durch die Anzeigen entstehenden „yield“ (Englisch für „Ertrag“) automatisch optimiert: Die Technologie von Yieldlove soll Werbeinventar mittels Machine Learning zu Geld machen.

Damit die Freiflächen verkauft werden können, sind insgesamt 22 Werbenetzwerke an Yieldlove angebunden. In Echtzeit wird geprüft, wo gerade der beste Preis für die Auslieferung eines Banners zu holen ist. Dazu wird auch das sogenannte Real-time-Bidding-Verfahren eingesetzt, bei dem der Höchstbietende den Zuschlag bekommt. „Real-time“ (Echtzeit) heißt: Der komplette Prozess läuft automatisiert ab und ist innerhalb von Millisekunden abgeschlossen. Welche Werbeinhalte und Kampagnen nicht zum Seiteninhalt passen und entsprechend auch nicht ausgespielt werden sollen, wird im Voraus entschieden.

22 – Yieldlove

Wachstumsrate: 264%
Gründungsjahr: 2013
Firmensitz: Hamburg
Branche: Advertising & Marketing
Webseite: yieldlove.com/de

Yieldlove sagt von sich selbst, dass weltweit rund 600 Webseitenbetreiber zu seinen Kunden zählen, die meisten davon außerhalb Deutschlands. Demnach nutzen vor allem Verlage und Medienangebote wie die „taz“ den Dienst des Unternehmens. Yieldlove ist mit Büros in Hamburg, Berlin und Zagreb vertreten und beschäftigt insgesamt 19 Mitarbeiter. Von Kroatien aus wird das für Yieldlove wichtige Südosteuropa-Geschäft gemanagt.

Bild: Yieldlove