Webdata Solutions

Carina Röllig, Hannah Köpcke und Sabine Maßmann von Webdata Solutions

Wie teuer ist die Konkurrenz?

Sieben Jahre forschten Carina Röllig, Sabine Maßmann und Hanna Köpcke an der Uni Leipzig zu einer Marktanalyse-Software, die Händlern und Herstellern einen Wettbewerbsvorteil verschaffen sollte. Denn wer als Unternehmen weiß, wie die Konkurrenz tickt, kann das eigene Geschäft darauf ausrichten. An der Uni entstanden erste Prototypen, 2012 starteten Röllig, Maßmann und Köpcke dann Webdata Solutions. Heute vertreibt das Unternehmen seine Software zur Wettbewerbsbeobachtung unter der Marke blackbee.

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Mithilfe der Software können Firmen sehen, wie ihre Produkte und Preise im internationalen Marktvergleich abschneiden. Das kann zum Beispiel für einen Onlinehändler interessant sein, der Schuhe verkauft und bald ins Ausland expandieren möchte. blackbee zeigt an, wie viele und welche Online-Anbieter dieselben Schuhe dort verkaufen – und welche Preise sie dafür aufrufen. Anfang 2015 erhielt Webdata Solutions in einer Finanzierungsrunde vier Millionen Euro, unter anderem vom französischen Risikokapitalgeber Seventure Partners. Das Ziel damals: die Software mit dem frischen Geld auch internationalen Händlern zur Verfügung stellen. Diesem Ziel scheint das Unternehmen schon nähergekommen zu sein: Nach Angaben von Webdata Solutions wird die Lösung inzwischen weltweit genutzt, blackbee ist in drei Sprachen verfügbar. In Sachen Wachstum schalteten die Leipziger allerdings einen Gang zurück: Mit einer Wachstumsrate von 339 Prozent belegte Webdata Solutions im Ranking des vergangenen Jahres noch den 17. Platz.

41 – Webdata Solutions

Wachstumsrate: 132 %
Gründungsjahr: 2012
Firmensitz: Leipzig
Branche: Software
Webseite: Webdata-solutions.com

Organisation ist alles

Wer freiberuflich arbeitet oder selbstständig ist, muss Rechnungen schreiben – richtig Spaß macht das nicht. Das Offenbacher Startup FastBill verspricht Durchblick beim Papierkram: Freelancer und Selbstständige können auf der Plattform Abrechnungen erstellen, sie an ihre Auftraggeber verschicken und diese darin auch gleich dazu auffordern, direkt per PayPal zu bezahlen. Belege lassen sich zum Beispiel per Smartphone–Kamera erfassen und in einem Archiv speichern.

Für den Dienst muss der Rechnungssteller je nach Leistungsumfang monatlich einen festen Betrag hinblättern. Vergleichbare Lösungen gibt es beispielsweise auch von Easybill oder Billomat. Preislich unterscheiden sie sich nur geringfügig vom FastBill-Angebot. Hinter dem Startup stehen die Gründer René Maudrich und Christian Häfner. Die beiden legten bereits 2007 mit den Arbeiten an FastBill los, kümmern sich aber erst seit 2011 in Vollzeit um das Projekt.

Das zweite Produkt ihres Unternehmens brachten die beiden dann zwei Jahre später auf den Markt. FastBill Automatic hieß die gewerbliche Variante der Abrechnungssoftware zu diesem Zeitpunkt noch. Um Verwechslungen auszuschließen, benannten Maudrich und Häfner die B2B-Plattform im vergangenen Sommer aber um. Jetzt heißt sie Monsum, und Online-Unternehmen können sie zum automatischen Management von wiederkehrenden Kundenzahlungen nutzen. Im Vergleich zum Vorjahres-Ranking ist FastBill um vier Plätze nach unten gerutscht. Die Wachstumsrate ging zurück: 2015 konnte das Startup 152 Prozent vorweisen, dieses Jahr sind es 34 Prozentpunkte weniger.

42 – Fastbill

Wachstumsrate: 118 %
Gründungsjahr: 2011
Firmensitz: Offenbach am Main
Branche: Fintech
Webseite: fastbill.de

Bild: Fastbill