Carjump interview

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind CarJump (www.carjump.de) und wir haben eine App entwickelt, die alle Carsharing-Anbieter vereint. Mit CarJump können Carsharing-Nutzer alle Anbieter in einer App sehen und bequem das nächstgelegene Fahrzeug ausfindig machen. In einem ersten Schritt haben wir drei Anbieter integriert, dazu gehören DriveNow, Car2go und Multicity.

Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

Als Multi-Carsharing-User war es uns selbst irgendwann sehr lästig, von App zu App springen zu müssen, um das nächstgelegene Fahrzeug zu finden. So kamen wir auf die Idee, alle Anbieter in einer App zu verknüpfen.

Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

CarJump wurde von Oliver Mackprang und Philipp Heuberger gegründet. Oliver hat mehrjährige Erfahrung in der der Startup-Szene und hat zuletzt bei einer bekannten Mobile-Entwicklungsagentur den Vertrieb aufgebaut und geleitet. Philipp war zuletzt als Appentwickler bei mehreren Firmen und Projekten in Leadrollen beteiligt. Bei genau einem solchem Projekt haben sich die beiden kennengelernt. Mittlerweile besteht das Team aus fünf Köpfen.

Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als alle anderen?

CarJump bündelt die drei wichtigsten Carsharing-Anbieter, dadurch wird das individuelle Carsharing-Erlebnis des Nutzers immens vereinfacht und beschleunigt. In der nächsten Version wird eine In-App-Buchung der Fahrzeuge möglich sein. Dies bedeutet für den User maximalen anbieterunabhängigen Carsharing-Komfort.

Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

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Der Carsharing-Markt wächst kontinuierlich. So teilen schon heute 300.000 Menschen Autos in Deutschland. Immer mehr Automobilhersteller treten alleine oder mit Joint-Ventures in den Carsharing-Markt. So gibt es deutschlandweit über hundert verschiedene Carsharing-Anbieter. Dies ist zunächst positiv für den Nutzer, doch das stetig wachsende Angebot führt zu steigender Komplexität im Entscheidungs-, Registrierungs- und am Ende beim Buchungsprozess. Zu den Details unseres Geschäftsmodels können wir leider zum aktuellen Zeitpunkt noch nichts verraten.

Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert Ihr Euch?

Wir sind komplett eigenfinanziert.

Gibt es etwas, das Euch noch fehlt? Ein Mitarbeiter, ein Investor oder ein Büro?

Unsere User stehen absolut im Fokus. Deshalb sind immer auf der Suche nach möglichst viel Feedback. Um die App für alle Beteiligten weiter zu verbessern, sind wir auch offen für Gespräche mit Carsharing-Anbietern.
Und was die Mitarbeiter angeht, sind wir noch auf der Suche nach UX/UI-Designern und -Developern.

Gibt es ein großes Vorbild für Euch?

Mytaxi (www.mytaxi.net) ist für uns ein großes Vorbild. MyTaxi hat es geschafft, disruptiv, nutzerorientiert und über ein völlig neuartiges Konzept den Taxi-Markt umzukrempeln. Unser Ziel ist es, mit derselben Durschlagkraft den Carsharing-Markt anzukurbeln.

Stellt Euch vor, Ihr könntet ein Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Sehr gerne würden wir Niclaus Mewes und Sven Kuelper zum Lunch bei unserem Stamm-Japaner in Charlottenburg an den Tisch holen. Zusätzlich würden wir auch gerne Andreas Schaaf/ Nico Gabriel (DriveNow), Stefan Müller (Car2go) und Holger Böhme (Multicity) einladen.

Wo steht Ihr heute in einem Jahr?

Wir sind in einem Jahr die zentrale App für Carsharing in Deutschland.

Bild: Carjump