Flattr Apple

Es fällt schwer, bei zwei so sympathischen und verrückten Unternehmern wie dem Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde und Linus Olsson von Flattr (www.flattr.com) neutral zu berichten. Ihr weltweit genutztes Mikrozahlsystem ist eine echte Neuerung und alternative Einnahmequelle für Kreative im Netz. Zu den bekannteren Nutzern etwa zählt Wikileaks. Flattr im Interview mit Gründerszene-Chefredakteur Joel Kaczmarek.

Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde geht mit Flattr neue Wege

Dass mit Wikileaks eine stark polarisierende und politisch aktive Webseite das schwedische Mikrozahlsystem nutzt, kommt nicht von ungefähr. Die Flattr-Jungs selbst sind politisch stark engagiert, bekennende Vegetarier und im allgemeinen Sprachgebrauch wohl am ehesten als „Geeks“ zu bezeichnen. Darüber hinaus ist Flattr-Gründer Peter Sunde auch der Gründer der kontrovers diskutierten und juristisch vorbelasteten Filesharing-Webseite The Pirate Bay.

Mit Flattr wollen die beiden Schweden Kreativen im Netz eine alternative Geldeinnahmequelle bieten, indem andere Nutzer deren Projekte – zum Beispiel Blogs, Podcasts und Apps – finanziell unterstützen können. Hierzu zahlen Nutzer monatlich einen frei wählbaren Betrag auf ihr Flattr-Konto. Durch Klicks auf Flattr-Buttons von Medienanbietern bestimmt der Nutzer die Verteilung seines vorausgezahlten Betrags.

Im Interview mit Gründerszenes Chefredakteur Joel Kaczmarek wird schnell klar, dass es sich bei den beiden Skandinaviern nicht um typisch Anzug-tragende Business-School-Abgänger handelt. Peter Sunde und Linus Olsson hängen mit Herzblut an ihrem Produkt und stellen dessen Nutzernutzen vor den wirtschaftlichen Erfolg. So nehmen die beiden Schweden auch kein Blatt vor den Mund, wenn es etwa darum geht, dass Monopolist Apple die Flattr-Integration für Apps im App Store strikt ablehnt. Dies und mehr nur im Video.