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Es gibt Streit in der Gutscheinszene. Der Aufkauf vom Gutscheinportal Mein-Deal (www.mein-deal.com) durch Gutscheinpony (www.gutscheinpony.de) erhitzt die Gemüter. Der Kauf soll MyDealz (www.mydealz.de) zu harschen Maßnahmen verleitet haben, wie Gutscheinpony-CEO Axel Hesse im Interview gegenüber Gründerszene äußert. MyDealz-CEO Fabian Spielberger dementiert hingegen diese Vorwürfe.

Gutscheinpony: MyDealz ein schlechter Verlierer

Die Gutscheinszene versorgte die Startupmedien in den vergangenen Wochen mit spannenden Neuigkeiten. Vom Aufkauf von Gutscheine.de durch RTL über den Verkauf von MeinGutscheincode.de an Axel Springer bis hin zu Gründerszenes Artikel zu den Missständen bei Groupon. Auch das Couponingportal Gutscheinpony machte durch die Aufkäufe von Schnäppchenfuchs (www.schnaeppchenfuchs.com) und Mein-Deal auf sich aufmerksam. An einer Übernahme von Mein-Deal soll laut Axel Hesse neben Gutscheinpony unter anderem auch MyDealz interessiert gewesen sein. Schon während des Bieterprozesses, so Gutscheinpony-CEO Axel Hesse, habe Mitkonkurrent MyDealz dem Gutscheinpony „gedroht das Markenrecht durchzuboxen, wenn MyDealz den Zuschlag nicht erhalten würde“.

Laut Axel Hesse sei diese angebliche Androhung nun in die Tat umgesetzt worden. Er habe eine Unterlassungsklage von MeinDealz erhalten. Der darin angeprangerte Sachverhalt laut Axel Hesse: Der Name „Mein-Deal“ sei „nunmehr“ phonetisch zu nahe an „MyDealz“. Diese angebliche Unterlassungsklage verwundere ihn insofern, da MyDealz das seit drei Jahren am Markt agierende Gutscheinportal Mein-Deal spätestens seit dem Bieterprozess gekannt habe und erst nach misslungener Übernahme zu diesem juristischen Mittel gegriffen habe. Der Verdacht der Willkür dieser Handlung verdichte sich durch den Umstand, dass weitaus Namens-nähere Gutscheinportale bislang keine Abmahnung erhalten hätten, so Hesse. Diese Vorwürfe dementiert MyDealz-CEO Fabian Spielberger.

MyDealz dementiert Vorwürfe

In einem Gespräch mit Spielberger, welches Gründerszene im Anschluss an das Interview mit Axel Hesse führte, dementiert er die von Hesse angeführten Sachverhalte. Gutscheinpony habe bereits vor dem Kauf wissen müssen, dass MyDealz gegen Mein-Deal vorgehe. Weiterhin handele es sich bei der Durchsetzung des Markenrechts nicht um eine Unterlassungsklage, sondern eine außergerichtliche Abmahnung. Weiter führt Spielberger an, dass MyDealz zwar von Mein-Deal ein Kaufangebot erhielt, Fabian Spielberger daraufhin aber sofort markenrechtliche Bedenken äußerte und es somit niemals zu einem Kaufangebot für das Projekt Mein-Deal seitens MyDealz kam.

Darüber hinaus sei MyDealz sehr wohl auch gegen andere ähnlich klingende Gutscheinportale vorgegangen. „Richtig ist aber, dass wir nicht blind jedes noch so kleine Ein-Mann-Unternehmen abmahnen. Wie und bei wem wir unsere Marke verletzt sehen, steht immer noch in unserem Ermessen. Letztendlich muss man auch bedenken, dass MyDealz inzwischen eine wirklich große Webseite ist (laut Alexa und Google Trends größer als DailyDeal, Gutscheinpony und Co.) und wir uns vor allem durch ein cooles Produkt für die User absetzen“, sagt MyDealz-CEO Spielberger.

Axel Hesse abseits des Beefs

Im folgenden Interview mit Gründerszenes Chefredakteur Joel Kaczmarek äußert sich Gutscheinpony-CEO Axel Hesse ausführlich zu diesem Sachverhalt. Doch auch Positives gibt es von Gründerszenes Interviewer zu berichten: So gibt Axel Hesse auch einen tiefen Einblick in seine weiteren Projekte und wagt einen Ausblick auf die nächsten zwölf Monate.

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