Klash Interview Startup-Helden

„Startup-Helden“ von Klash im Interview

Das Leben ist zu kurz, um sich zu langweilen – mit diesem Leitspruch gründeten Alessandro Petrucciani, Baris Tamer, Alex Napetschnig, Emiliano Saurin und Roland Heuger 2011 eine Online-Plattform für gegenseitige Herausforderungen: Klash (www.klashapp.com). Im September 2012 ging die App an den Start und erfreut sich mittlerweile rund 12.000 Downloads.

Im Februar meisterte Klash die Herausforderung der ersten Finanzierungsrunde: Venista Ventures (www.venista-ventures.com) und Eierfabrik investierten eine sechsstellige Eurosumme in das Startup. Zeitgleich verkündete Klash eine überarbeitete Version seiner iPhone-App. Unter anderem lassen sich Wettbewerbe nun in Form von animierten GIFs nachvollziehen. In der Reihe „Start-up-Helden“ sprechen die Gründer über Alltagsfreuden und die Verschmelzung von digitaler und realer Welt.

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

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Ein Italiener (Alessandro Petrucciani), ein Türke (Baris Tamer), ein Österreicher (Alex Napetschnig), ein argentinischer Italiener (Emiliano Saurin) und ein Deutscher (Roland Heuger) treffen sich in Berlin. Für viele mag das jetzt wie die Einleitung eines Witzes klingen. Jedoch handelt es sich hier um unsre Gründergeschichte. Wir haben wohl alle den Ruf der deutschen Gründerhauptstadt gehört und uns glücklicherweise auf einer der vielen „Networking“-Events gefunden. Knapp ein Jahr später haben wir Klash gegründet. Eine Plattform, auf der man seine Freunde zu den verschiedensten Dingen herausfordern kann mit dem Ziel, mehr Spaß im Alltag zu haben.

Was macht Klash einzigartig?

Klash ist so etwas wie „Wahrheit oder Pflicht“, nur ohne „Wahrheit“. In der mobilen App können sich unsere User zu den lustigsten Dingen herausfordern. Beispiele dafür gab es auf der Plattform schon viele: Trinke fünf Espressi hintereinander; Trage für eine Woche deinen Pyjama; Dusche im Springbrunnen… Was uns einzigartig macht, ist die Verknüpfung in sozialen Netzwerken. Dadurch ist es sehr einfach, seine „Klashes“ und den damit verbundenen Nervenkitzel und Spaß mit seinen Freunden zu teilen. Freunde können einen bei der Aufgabe unterstützen und auch ein wenig „peer pressure“ erzeugen, während der „Geklashte“ seine Herausforderung mit Fotos und GIFs in der App dokumentiert. Was natürlich noch hinzukommt, ist, dass man auf unserer Plattform auch tolle Preise wie zum Beispiel iPhones gewinnen kann.

Wie seid Ihr auf die Idee zu Klash gekommen?

Als wir Baris während eines Surfurlaubes dazu geklashed hatten, sich mit seinem Board an den Fünf-Meter-Wellen zu versuchen. Baris hatte noch nie ein Surfboard in der Hand und wusste zu dem Zeitpunkt auch nicht, dass seine Erfolgschancen gegen Null stehen. Die Aussicht auf ein kaltes Bier und unsere „Das traust du dich sowieso nicht“ brachten ihn aber schnell ins Wasser. Was für ihn wohl einige der schlimmsten zehn Minuten seines Lebens waren, ließ uns am Strand mit Lachkrämpfen zurück. Irgendwie schade, dass nur wir das mitansehen konnten… Aber warte mal, da könnte man doch eine App bauen!

Was wünscht Ihr Euch für den Gründungsstandort Deutschland?

Im Grunde ist Berlin schon eine sehr gründerfreundliche Stadt. Trotzdem fehlt es immer noch an Risikokapital, was wohl an den noch fehlenden Exits liegt. Ein paar große Erfolgsgeschichten würden der Szene und dem Vertrauen in Internetstartups sicher gut tun. Aber Unternehmen wie SoundCloud (www.soundcloud.com), Wooga (www.wooga.com) oder EyeEm (www.eyeem.com) sind da schon auf einem sehr guten Weg.

Welche Trends seht Ihr im Internet?

Die digitale Welt verschmilzt immer weiter mit der realen. Klash ist da ein gutes Beispiel, da es Aktionen im echten Leben in soziale Netzwerke bringt. Google Glass oder Trends wie „Quantified Self“ oder das „Internet of Things“ sind ebenfalls tolle Beispiele dafür.

Bild: Klash

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Bild: Heureka