Researchgate, Forschung, soziale Netze, Interview, Finanzierung, Series A, Silicon Allee, Investoren

Mit 1,4 Millionen Nutzern (aus immerhin 193 Ländern) mag Researchgate gegenüber Facebook & Co. verblassen. Aber andere soziale Netze sieht Ijad Madisch, CEO von Researchgate (www.researchgate.net), auch gar nicht als Konkurrenten. Dafür ist seine Zielgruppe zu speziell: Wissenschaftler, die sich über ihre Forschungsergebnisse austauschen wollen – auch über die Fehlversuche.

Researchgate mit Finanzierungen von Benchmark, Accel und Founders Fund

Die Investoren liefen Researchgate in der Vergangenheit fast nach; mit Benchmark Capital, Accel Partners (www.accel.com) und dem Founders Fund haben auch drei US-Größen Kapital in das Startup gepumpt. Ins Valley will Ijad mit seinem Unternehmen trotzdem nicht, sondern schätzt die bessere Kostenstruktur, mehr Kontinuität bei den Mitarbeitern und die kulturelle Vielfalt an der Spree. Insbesondere letztere soll Researchgate beim internationalen Wachstum helfen.

Am Thema Monetarisierung wird gerade gearbeitet, sagt er. Dazu wurde bereits eine (derzeit noch kostenlose) Stellenbörse aufgebaut, die bereits mehr als 20.000 Einträge enthält. Hinzu kommen soll bald auch ein Marktplatz für Biotech-Produkte, den das Unternehmen zusammen mit der Community ausgestalten will. Auch am Thema Konferenzen sei man „dran“. Eines kommt für den promovierten Wissenschaftler dabei nicht in Frage: Werbung. Wie nahe er dem Nobelpreis ist, den er gerne für die Forscher-Plattform hätte, und über das Geheimnis seines Erfolgs bei den Investoren, erzählt Ijad Madisch im Interview.