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Für angehende Unternehmer könnte der Studiengang MBA in Entrepreneurship der HWR Berlin (www.hwr-berlin.de) interessant sein. In 24 Monaten wird 15 Teilnehmern Ideenumsetzung, -entwicklung und Unternehmensführung gelehrt. Und dies anscheinend sehr erfolgreich, wenn man der letzten Absolventenbefragung mit über 85 Prozent zufriedenen beziehungsweise sehr zufriedenen Teilnehmern glaubt. Interview mit Prof. Dr. Sven Ripsas, Akademischer Direktor des Berlin MBA in Entrepreneurship am Institute of Management Berlin (www.facebook.com/IMB.Berlin) der HWR Berlin.

Hallo Sven. Kannst du bitte den Masterstudiengang MBA in Entrepreneuship vorstellen?

Der Masterstudiengang Entrepreneurship ist ein Netzwerk aus Studierenden mit reichlich Berufserfahrung, Dozenten aus der Praxis und Forschern, die nahe an den Themen Startups, Geschäftsmodelldesign und Innovation sind. Und natürlich zählen die Startups, für die wir Strategieprojekte machen (zum Beispiel Mashero) und unsere Beiräte (zum Beispiel Gordian Overschmidt von Zendome) zum Netzwerk. Inhaltich stehen die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen und das Management kleiner, junger Unternehmen im Vordergrund des MBA-Programms.

Bisher ist der MBA in Entrepreneurship in der Berliner Gründerlandschaft nicht sehr bekannt. Woran liegt das?

Sicher nicht an den Inhalten des Studiums und den Dozenten. Und nicht am Preis. Ich denke, wir sind Preis-Leistungs-Führer am deutschen MBA-Markt.

Es gibt, glaube ich, zwei Gründe dafür, dass uns immer noch zu wenig Leute kennen. Erstens ist unser Zielmarkt sehr fragmentiert, das heißt, Mund-zu-Mund-Propaganda ist extrem schwierig. Und zweitens kann die Werbung für unsere Studiengänge sicherlich noch ausgeweitet werden.

Was ist unter einem „sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis“ zu verstehen?

Für die knapp 12.900 Euro bieten wir ein im deutschen Markt einmaliges Angebot, das nahe an der Gründerszene (sic!), international und auf dem neuesten Stand der Entrepreneurship- und Managementlehre ist.

Gibt es Rankings für MBA-Studiengänge und wo steht ihr?

In Deutschland gibt es keine Rankingkultur wie zum Beispiel in den USA. Der MBA Entrepreneurship ist durch die FIBAA und damit vom Deutschen Akkreditierungsrat gerade erst wieder für sieben Jahre, die maximal mögliche Zeitspanne, re-akkreditiert worden. Unser organisatorisches Dach ist der „Berlin MBA“ (www.mba-berlin.de) des IMB, den wir gerade durch eine der weltweit angesehensten Akkreditierungsagenturen, die britische AMBA, akkreditieren lassen wollen. Damit würden wir uns dann auch für internationale Rankings qualifizieren. Das ist das Ziel.

Stichwort Internationalität. Habt Ihr Kontakte in die USA, dem Mutterland des Unternehmertums?

Ja, sehr gute sogar. Ich selbst habe in Boston, am Babson College, der weltweiten Nummer Eins in Sachen Entrepreneurship, Teile meiner Promotionszeit verbracht. Und im Berlin MBA in Entrepreneurship kooperieren wir mit der Barton School of Business, deren Entrepreneurship-Center regelmäßig unter den Top 20 in den USA gerankt ist. Da der MBA in Entrepreneurship ein Parttime-Programm ist, die Veranstaltungen finden an 19 Wochenenden innerhalb von zwei Jahren statt, haben die meisten Studierenden zwar einen deutschen Pass, aber ein gutes Viertel der Studierenden kommt aus der ganzen Welt: Polen, Algerien, USA, Kanada, Kamerun, Russland…

Können eure Studenten parallel zum Studium also zum Beispiel ihr eigenes Unternehmen aufbauen beziehungsweise in ihrem Job bleiben?

Ja, ganz genau das machen unsere Studierenden. Sie haben einen ersten Studienabschluss (zum Beispiel in Informatik, Elektroingenieur oder BWL), verfügen über durchschnittlich fünf bis sechs Jahre Berufserfahrung, sind Gründer oder in Startups beziehungsweise KMU-tätig und wollen sich neben dem Job für kommende Führungsaufgaben vorbereiten. Titel sind zweitrangig. Was zählt ist, dass das, was wir lehren, den Unternehmen hilft im Markt erfolgreich zu sein.

Sven, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg.