RSA Media Interview

Isabelle Pohl, Norman Röhlig, Jessica Weiß und Thang Dai (v.l.n.r.)

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Norman hier, Inhaber von RSA Media (www.rsa-media.de), einem New Media House mit Sitz in Berlin. Als Full Service Dienstleister vereint RSA Media unter einem Dach Beratung, Mediaplanung, Kreation und Produktion sowie ein Premium-Datenbanksystem, das werbetreibenden Unternehmen Zugang zu relevanten Multiplikatoren des Social Web bietet. Mit dem Ziel, Kampagnen im Social Web optimal umzusetzen, agieren wir als Schnittstelle zwischen Medienschaffenden der digitalen Sphäre und Markenwelt.

Von zentraler Bedeutung ist hierbei der Hintergrund des Beraterteams: Wir sind nicht nur als Absender strategischer Kommunikation bekannt, sondern kennen als Herausgeber eigener erfolgreicher Plattformen die Motivation beider Seiten aus persönlicher Erfahrung.

Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

Seit Jahren beobachten wir ein konflikthaftes Nebeneinander von Medienschaffenden im Social Web und werbetreibenden Unternehmen: Blogger, YouTuber, reichweitenstarke Privatpersonen und sonstige Multiplikatoren streben nach Wachstum, Relevanz und finanzieller Unabhängigkeit. Die Markenwelt ist sich der Bedeutung neuer Medien bewusst: Social Media Relations wurden fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation und nahezu jede Marke versucht, in den relevanten Netzwerken und Kanälen der Multiplikatoren Gehör zu finden.

Mit klassischen Kampagnenmodellen gelingt das eher selten. Hier setzt unser Kerngeschäft an: Als aktiver Bestandteil des Netzwerks geben wir unseren Kunden ehrliches Feedback aus der Praxis, entwickeln Kampagnen gemeinsam und verfolgen dabei ein starkes Ziel: Effektive Social-Web-Kampagnen, die zu Erfolg auf beiden Seiten führen.

Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

Gegründet habe ich (Norman Röhlig) RSA Media alleine, doch das Beraterteam ist das wahre Herzstück von RSA Media: Jessica Weiß ist die bekannteste Modebloggerin im deutschsprachigen Raum und gibt heute nicht nur ihr Blogazine Journelles heraus, sondern hat mit „It’s Fashion!“ auch eine eigene Modesendung bei Einsplus. Thang Dai ist der kreative Kopf hinter dem reichweitenstarken Blog für Popkultur Electru.de und seit einiger Zeit als freier Social-Media-Berater tätig. Mit Isabelle Pohl arbeite ich schon seit vielen Jahren zusammen. Sie war maßgeblich am Aufbau meines Online-Kulturmagazins I-REF beteiligt und betreibt neben ihrer Arbeit als Kommunikationsberaterin das Blog Tabor & Bodega.

Ich selbst gebe das Online-Kulturmagazin I-REF heraus, gehöre dem Autorenpool von Welt Online an und leite als selbstständiger Kommunikationsberater das Social Media Department der Kommunikationsagentur COR Berlin. Thang, Isabelle und ich haben in der Vergangenheit als Berater schon viele Kampagnen für große Kunden aus dem Lifestylebereich realisiert. Auch Jessie und ich haben schon sehr gute Projekte zusammen realisiert. Inzwischen sind wir vier nicht nur Kollegen und Geschäftspartner, sondern auch wirklich gute Freunde.

Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als alle anderen?

Im Vergleich zur klassischen Agenturlandschaft aus PR und Werbung im Social Web zeichnen sich die Mitarbeiter von RSA durch ihre komplementäre Expertise aus Kommunikationsberatung und Medienarbeit aus. Anders formuliert: Die RSA-Berater sind nicht nur Absender, sondern auch Empfänger strategischer Kommunikation – Erfahrung, die bei der Ideenfindung Gold wert ist.

Hinzu kommt das RSA Network: Unsere Premium-Datenbank besteht aus meinungsbildenden Blogs, Onlinemagazinen, Webseiten, Facebook-, YouTube- und Twitter-Kanälen und ist die Grundlage für hochwertige und zielgruppengerechte Platzierung von Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen.

Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

Wir denken uns starke Kampagnen aus und setzen diese im Social Web um. Zudem stehen wir unseren Kunden beratend beiseite und bieten gleichzeitig Zugang zu zahlreichen Influencern des Social Web. Dafür werden wir vom Kunden bezahlt.

Zum Marktpotenzial: Da wir die Multiplikatoren schon zu Beginn der Ideenentwicklung mit ins Boot holen, können wir die Bedürfnisse der individuellen Zielgruppen sehr genau einschätzen und berücksichtigen. Für den Kunden bedeutet das meist, dass er mit weniger Geld bessere Ergebnisse erzielen kann. Insofern – und auch wegen der starken Nutzung sozialer Netzwerke – bin ich sicher, dass wir zukünftig im Bereich Social-Web-Kampagnen eine große Nachfrage haben werden.

Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert Ihr Euch?

Wir finanzieren uns selbst. Wir unterhalten stabile Kundenbeziehungen mit kontinuierlicher Auftragslage. Zudem verdienen wir alle durch die Vermarktung unserer eigenen Onlinemedien.

Gibt es etwas, das Euch noch fehlt? Ein Mitarbeiter, ein Investor oder ein Büro?

Interessante Kontakte sind immer willkommen: Entscheider und Unternehmen, die wir unterstützen können, genauso wie Multiplikatoren und Medienschaffende, die neue Ideen diskutieren und verwirklichen wollen. Wir freuen uns immer über Austausch!

Gibt es ein großes Vorbild für Euch?

In den letzten Jahren habe ich mit vielen spannenden Menschen zu tun gehabt. Einige von ihnen haben mich nachhaltig beeindruckt – mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Expertise oder ihren Ideen. So gesehen habe ich nicht ein Vorbild, sondern freue mich über jeden, der uns auf unserem Weg ein Stück begleitet und von dem wir etwas lernen können.

Stellt Euch vor, Ihr könntet ein Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Hier muss ich spontan an den Claim vom I-REF Magazin denken: Everything is interesting!

Wo steht Ihr heute in einem Jahr?

Mit dem RSA Network wollen wir nicht nur die relevanteste Datenbank für Social Media Relations im deutschsprachigen Raum werden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Potenzial der Netzwerkkultur auf eine unternehmerische Ebene zu bringen und als Absender und Dienstleister die zentrale Anlaufstelle für medienschaffende Personen und mediensuchende Marken zu werden. Ich hoffe, ihr werdet noch viel von uns hören.

Bild: RSA Media