SongFor Interview

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Songfor (www.songfor.com). Unsere Idee ist einfach. Wir geben den Nutzern eine simple Möglichkeit, den Soundtrack ihres Lebens zu erstellen und ihn mit der Welt zu teilen. Ein Song, eine Emotion und eine Verknüpfung. Den emotionalen Traffic vermarkten wir an Werbetreibende und stellen unser Tool B2B-Partnern zur Belebung und Emotionalisierung Ihrer Portale zur Verfügung.

Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

Tatsächlich haben wir immer wieder festgestellt, dass Musik nicht emotional behandelt oder geclustert wird. Unser Wunsch nach emotionalen Charts war groß. Wir wollten Antworten auf Fragen wie zum Beispiel, welches die beliebtesten Knutsch-Songs oder Jogging-Songs sind. Diese Antworten haben wir bisher nicht bekommen. Unsere Vision ist es, mit SongFor ein globales und emotionales Portal für die Clusterung von Musik zu etablieren, um so viele Menschen wie möglich den Soundtrack Ihres Lebens erstellen zu lassen.

Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

Sven Wedig ist Gründer von SongFor und hat als Gründer und CEO der Games-Plattform 4u2play.de sowie weiteren Companys im Segment E-Commerce und Media einschlägige Erfolge erzielt. Er hält darüber hinaus Anteile an drei relevanten Online-Companys, er ist ein erfahrener und etablierter Player in der Szene. Mit Björn Kötter als ehemaligem Geschäftsführer der Valet Parking hat SongFor neben Sven einen weiteren erfahrenen Player in der Geschäftsführung von Anfang an dazu gewonnen.

Björn kümmert sich um das Thema Finanzen, HR und Organisation und hält somit auch Sven den Rücken für das nachhaltige Wachstum der SongFor frei. Seine Anteile an Valet Parking hat Björn Anfang des Jahres erfolgreich verkauft und somit positive Exit-Erfahrung gesammelt. Das Kernteam besteht darüber hinaus aus zwei weiteren Personen, die sich um das Thema Marketing und Business Development kümmern, konkret sind das Nicolaus von Schorlemer und Markus Herrmann.

Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als alle anderen?

Unser USP ist Plattform-bezogen sicherlich die stringente und einfache Orientierung an der Emotionalisierung von Musik. Nicht mehr und nicht weniger. Den Usern ist also sehr schnell klar, dass es sich bei uns einzig und allein darum dreht, Songs mit Emotionen zu verknüpfen. Unsere smarte Anbindung an unsere externen Partner ermöglicht es, den kompletten Musikkatalog abzufragen.

Auf der Teamseite ist unser USP, dass wir über ein exorbitant profitables Netzwerk zu Media-Agenturen, Marken-Entscheidern und weiteren Meinungsbildnern haben. Wir leben diesen Netzwerk- und Sales-Gedanken.

Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

Unser Modell baut auf drei Säulen.

1.) Die emotionale Auslieferung von Werbung. Beispiel: Nike bucht unsere Jogging-Playlist für Ihren neuen Laufschuh. Sehr zielgerichtet, sehr emotional und damit erzielen wir hier höhere TKPs als branchenüblich.
2.) Bei jedem Verkauf der Songs oder der einzelnen Playlists partizipieren wir.
3.) Unser Tool und unsere Funktionalität bieten wir B2B-Partnern in einem Lizenzmodell an.

2013 wird der Onlinewerbemarkt in Deutschland mit einem Volumen von 7,2 Milliarden Euro prognostiziert. (Quelle: BVDW) Genau das ist der wachsende Markt, an dem wir partizipieren.

Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert Ihr Euch?

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Bisher haben Björn und Sven zu gleichen Teil aus eigenen Mitteln investiert. Aktuell fahren wir eine Crowdinvesting-Runde mit Companisto.de. Eine wirklich effektive Methode, um Geld und User einzusammeln. Mit dem bisherigen Verlauf sind wir sehr zufrieden, wer also Lust hat, kann immer noch in uns investieren.

Gibt es etwas, das Euch noch fehlt? Ein Mitarbeiter, ein Investor oder ein Büro?

Stand heute sind wir gut versorgt. Wir schauen uns allerdings schon jetzt um, bezüglich zweiter Finanzierungsrunde. Der Verlauf ist aktuell positiv, sodass wir gerne noch schneller weiter
wachsen wollen, da kann ein zweiter Investor schon Sinn machen.

Gibt es ein großes Vorbild für Euch?

Sowas ist heutzutage schwierig zu beantworten. Wir haben einen sehr eigenen und offenen Stil, eine Art kölsche Mentalität. Schnell, professionell mit sehr sehr viel Herzblut und gleichzeitig aber auch für jeden Flachs zu haben sein. Wir lernen jeden Tag dazu und dazu tragen auch unsere vielen Kontakte bei. Ein klassisches Vorbild haben wir also nicht, eher verfolgen wir den Ansatz, unseren Stil erfolgreich weiter zu positionieren.

Stellt Euch vor, Ihr könntet ein Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Aktuell würden wir am liebsten Mathias Döpfner zu einem gepflegten Schnitzel einladen, um ihm die Vorzüge von Songfor für die Axel Springer AG (www.axelspringer.de) zu erörtern.

Wo steht Ihr heute in einem Jahr?

Mit beiden Füßen am Boden, egal, wie positiv der Verlauf ist. Und gerne in einigen neuen Ländern, die wir mit SongFor erobern.

Bild: SongFor