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Wohnzimmer-TV wird mit Zattoo mobil

In letzter Zeit wurde oft über das zunehmende Verschmelzen von Fernsehen und mobilen Inhalten geschrieben. Unter dem Begriff „Second Screen“ gilt etwa die Fortsetzung der TV-Verbrecherhatz im Internet, wie beim jüngsten Tatort, als ein verlockendes Beispiel, wie das Fernsehen der Zukunft aussehen könnte – wenn es denn störungsfrei funktioniert. Die Online-Plattform Zattoo (www.zattoo.com) gehört nicht zu dieser Sorte „Netzfernsehen“, denn dort, so erklärt es Geschäftsführungsmitglied Jörg Meyer, konzentriere man sich nur darauf, dass „Fernsehen vom Wohnzimmer auf PCs, Smartphones und Tablets zu bringen“.

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Zattoo wurde 2006 in Zürich gegründet und hat seit März auch ein Büro in Berlin. Mithilfe des neuen Standorts soll der deutsche Markt stärker erschlossen werden. Bisher kämen pro Monat rund 700.000 Unique User aus Deutschland auf die Plattform, sagt Meyer.
Wurde Zattoo in den Anfangsjahren noch besonders auf heimischen PCs und Macs benutzt, so ist das Verhältnis zugunsten mobiler Endgeräte seit der letzten Fußball-EM im Sommer 2012 gekippt.

Besonders solche Großereignisse haben Zattoo in der Vergangenheit auch immer wieder einen Schub gebracht – sowohl bei den Nutzerzahlen, als auch auf technischer Seite. „Wir sind mit einer P2P-Technologie gestartet, dann aber zu Streaming über Unicast-Verbindungen übergegangen. Derzeit sind unsere Streams aus lizenzrechtlichen Gründen nur über WLAN/Wifi verfügbar – in Kürze werden wir aber die meisten Sender auch über Mobilfunkverbindungen streamen“, wie Meyer erklärt.

Dennoch gibt es immer wieder Störungen in der Übertragung, wie etwa beim Finale der Champions League vergangenes Wochenende. Woran das liegt, wie sich Zattoo eigentlich finanziert und wie die RTL-Sendegruppe jüngst zu einer Kooperation bewegt werden konnte, das und mehr erzählt Meyer im Interview mit Gründerszene-Herausgeber Joel Kaczmarek.

Gründerszenes Moderator Joel Kaczmarek wird ausgestattet von: Modomoto (www.modomoto.de).