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Viele StartUps stellen sich die Frage „Warum gutes Geld in Business-Hardware investieren, wenn ich auch mein privates Notebook dienstlich nutzen kann?“ Natürlich tut man sich beim direkten Preisvergleich schwer, den Schritt zum professionellen Notebook zu gehen und gleich ein paar hundert Euro mehr auszugeben. Allerdings gibt es verschiedene Gesichtspunkte unter denen man eine solche Anschaffung betrachten sollte.

1. Runde: Ausstattung von Business-Notebooks

Gerade im Consumer-Bereich stößt man oft auf Hardwareprobleme einzelner Geräte. Um den Verkaufspreis niedrig zu halten werden günstige, wenn nicht sogar minderwertige, Hardwarekomponenten verbaut. Kompatibilitätstest finden offenbar nur selten statt, sodass nicht funktionierende Netzwerkkomponenten, flimmernde Monitore und unverhältnismäßig oft abstürzende Betriebssysteme keine Seltenheit sind.

Bei starker Nutzung gehen schnell Teile der Tastatur verloren, der Deckel schließt nicht mehr richtig oder die eingebaute WLAN-Karte kann nach dem letzten Update keine Verbindungen mehr herstellen. Dies sind Probleme, die in der mobilen Oberliga von Business-Notebooks nur extrem selten anzutreffen sind. Hier wird viel Zeit darauf verwendet zu testen, ob die Grafikkarte gut mit dem Mainboard harmoniert, die Tastatur den haptischen Ansprüchen genügt und ob auch bei direkter Sonneneinstrahlung unterwegs noch optimal ein Excelsheet bearbeitet werden kann.

Um noch enger auf Kundenbedürfnisse einzugehen, besteht bei Business-Notebooks die Möglichkeit, die Hard- und Software des Wunschgeräts mittels Konfigurator anzupassen. Jede installierte Komponente läuft so unter optimalen Bedingungen und macht damit auch nach langen Arbeitstagen noch optimal ihren Job.

Auch finden sich bei Business-Notebooks Ausstattungsmerkmale, die bei handelsüblichen Notebooks vergebens gesucht werden, wie etwa eine serielle Schnittstelle für diejenigen, die mit Ihrem Endgerät spezielle Hardware programmieren oder die Möglichkeit, das Gerät an einer Dockingstation zu betreiben, was nicht nur unheimlich praktisch ist, sondern kompakten Geräten zu wesentlich mehr Schnittstellen verhelfen kann.

2. Runde: Service und Support bei Business-Notebooks

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Nichts ist schlimmer als wenn das wichtigste Arbeitsmittel zwei Tage vor Projektabschluss den Dienst versagt. Schneller und unkomplizierter Support ist im höheren Preis der Business-Produkte schon enthalten. Dadurch können meist schon am nächsten Arbeitstag Teile oder das komplette Gerät getauscht werden und die Arbeit geht weiter.

Im Consumer-Bereich sind die Hersteller ihren Kunden gegenüber nicht ganz so aufgeschlossen. Hier werden die Geräte vom Fachhändler (oder von einem selbst) eingeschickt und im Werk oder bei Dienstleistern repariert. Dies kann schnell bis zu vier Wochen dauern.

3. Runde: Skalierbarkeit der eigenen Business-Hardware

Gerade in StartUp-Unternehmen werden aus zwei Gründern ganz schnell 30 Mitarbeiter, die immer häufiger mit Notebooks ausgestattet werden, um in Zeiten von Unified-Communications, also der verknüpften Nutzung zahlreicher verschiedener Kommunikationsdienste, mobil und flexibel reagieren zu können.

Durch die wachsenden Anforderungen wird aus wenigen Endgeräten bald ein unüberschaubarer Gerätezoo, der Unmengen wertvoller Arbeitszeit verschlingt. Professionelle Produktreihen dagegen werden länger supported, haben einheitliche Hardware und können so auch zu einem Pool an Geräten gleicher Konfigurationen skaliert werden. Dies spart Geld, Zeit und Ärger.

4. Runde: Lautstärke

Ein nicht zu unterschätzender und oft vergessener Punkt ist die Geräuschentwicklung, denn bei dem neuen Superangebot aus dem Technikgroßmarkt klingelt nicht nur das Sparschwein, sondern nach fünf Minuten auch die Ohren.

Nämlich dann, wenn zum ersten Mal der Lüfter anläuft und mit nervendem Ton die Arbeitsruhe stört. Besonders bitter ist dies dann, wenn im Großraumbüro auch noch dicht mit vielen Kollegen auf enger Fläche gearbeitet wird. Da haben dann alle etwas davon.

Im Vergleich dazu kann das Profigerät glänzen. Auch unter starker Belastung verrichtet der groß dimensionierte und leise Lüfter gute Arbeit und erzeugt nichts als heiße Luft.

5. Runde Akkulaufzeit

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Die Produktivität der Mitarbeiter steigt, wenn auch Ausfall- und Fahrtzeiten optimal genutzt werden können. Voraussetzung dafür ist ein gut funktionierender und leistungsstarker Akku, der das Gerät durchaus mehrere Stunden am Leben halten kann.

Auch hier können bei Business-Laptops – wie oben bereits erwähnt – noch Anpassungen vorgenommen werden, da für die Business-Produktreihen oft größere Akkus zum Notebook konfiguriert werden können. Im Consumer-Bereich lässt die Laufleistung schnell nach oder gibt komplett auf. Austauschteile sind oft teuer, schlecht erhältlich und zeitnah wieder kraftlos.

And the winner is…

Alles in allem bleibt zu sagen dass für den Unternehmensstart anfangs die Heimgeräte
durchaus ihren Job tun werden, man aber möglichst zeitnah in die Business-Liga wechseln sollte um Geld, Kapazitäten und Ärger zu sparen.

Schließlich soll der teure Ruby-Entwickler nicht die Hälfte seiner Arbeitszeit mit dem User-Support verbringen. Viele der großen Anbieter wie Dell, HP oder Lenovo bieten auch im Business-Segment kostengünstigere Einstiegsmodelle, die sich sehen lassen können.

Bildmaterial: Danielfoster437