Leadership-Studie in Startups: Führung im digitalen Wandel

Auch Du musst dazulernen, Chef!

 Gute Führung ist Teamarbeit

Beim Berliner Startup Einhorn gibt es keine Chefs mehr. Die Mitarbeiter tragen dort für alles die Verantwortung – auch für ihren Urlaub und ihr Gehalt. Es gibt einige Beispiele für Unternehmen, die fast ohne Hierarchien und Handlungsvorschriften auskommen und dennoch funktionieren. Es stellt sich also die Frage: Lohnt sich Führung eigentlich noch, wenn sich alle selbst organisieren und Unternehmen immer „demokratischer“ werden? Ja, lautet die Antwort u.a. aus einer Studie des Dienstleisters Mercer vom September 2016. 70 Prozent der Befragten nannten eine gute Unternehmensführung darin als entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg.

Doch was bedeutet gute Führung eigentlich? Spätestens seit die Generation Y auf den Arbeitsmarkt und in die Führungspositionen vorgedrungen ist, haben sich die Kriterien radikal verändert. Im Gegensatz zu früheren Jahrgängen setzen die Digital Natives neue Prioritäten, stellen Leben und Arbeit auf eine Ebene und wollen mehr als je zuvor auch im Job mitreden dürfen. Ihre Ansprüche an Unternehmen sind hoch. Sich dem Wandel zu verschließen ist für Chefs jedoch keine Option.

Kontrollfreaks und Platzhirsche haben ausgedient

Wenn Führungskräfte heute noch auf persönliche Eitelkeiten und strenge Überwachung setzen, leidet nicht nur die Zufriedenheit des Teams, sondern auch das Unternehmen. Denn nie war die Innovationskraft jedes einzelnen Mitarbeiters so stark gefordert wie in Zeiten der Digitalisierung. „Erfolgreiche Führungspersönlichkeiten müssen heute nicht nur in der Lage sein, die Intelligenz des Kollektivs zu aktivieren”, sagt Dr. Florian Feltes, Forscher im Bereich Leadership und New Work. „Sie müssen auch erkennen wann es heißt Verantwortung bewusst zu übernehmen und zu übertragen – ähnlich wie im Mannschaftssport.“

Dies kann unterschiedlich umgesetzt werden. So gab zum Beispiel Steve Jobs seinen Mitarbeitern stets das Gefühl, Teil einer Revolution zu sein und motivierte sie so zu Höchstleistungen. Ganz anders der aktuelle Google-CEO Sundar Pichai. Ein BuzzFeed-Report beschreibt ihn als eher langweiligen und vorhersehbaren Leader, mit einem „desire to see others succeed“. Beide führ(t)en erfolgreich zwei der einflussreichsten Internet-Konzerne weltweit.

Mit der Generation Y halten auch ein ausgeprägtes Netzwerkdenken und eine gewisse Selbstverständlichkeit für offene Kommunikation und Transparenz Einzug in Unternehmen. Eine daran angepasste Balance zwischen inspirierendem Leader und berechnendem Manager zu finden ist sowohl eine Challenge, als auch eine enorme Chance.

Jetzt teilnehmen: Leadership-Studie in Startups

Als Gründer oder Geschäftsführer habt Ihr die Chance, Eure Führungs- und Teamkultur in Eurem Unternehmen analysieren zu lassen und konkrete Handlungsempfehlungen zu bekommen. 

Die Forscher und Berater Dr. Marcus Heidbrink (HPO-Research Group) und Dr. Florian Feltes führen mit Hilfe des Führungs- und Teamklima-Index (F.T.I) dazu eine einzigartige Studie mit deutschen Startups durch. Die Analyse wird mittels Online-Fragebogen durchgeführt, im Anschluss daran erhält jedes Start-up ein persönliches Auswertungsgespräch mit einem der Forscher (per Skype oder vor Ort). Außerdem erhalten alle Teilnehmer einen kompletten Report über die Ergebnisse der Studie.

Wichtig für eine Teilnahme

  • Das Unternehmen muss mindestens 8 – maximal 60 feste Mitarbeiter haben
  • Alle Mitarbeiter müssen an einer Online-Befragung teilnehmen (Dauer: 8-12 Minuten)
  • An der Studie können maximal 20 Unternehmen teilnehmen.

Interessierte Unternehme schicken einfach eine E-Mail mit dem Betreff: Leadership-Studie an florian@ymazing.com mit folgenden Informationen:

  • Name des Unternehmens
  • Unternehmensgröße
  • Unternehmensalter
  • Branche
  • Ansprechpartner (idealerweise aus der Geschäftsführung)

Über die Forscher:

Dr. Florian Feltes, Digital Native und Teil der Generation Y, beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit generations- und technologiebedingten Transformationsprozessen in der Führung und Organisationsentwicklung. Er promovierte bei Prof. Charles Max, Universität Luxemburg. Neben seinen Workshops und Vorträgen, betreut er für Hyper Island, dem „Digital Harvard“, Masterstudenten bei ihren Industrial Research Projects und ist als Mentor für Seedstars, dem größten Start-up-Wettbewerb in Emerging Markets, aktiv. In einem seiner aktuellen Projekte, YMAZING, liefert er zusammen mit anderen Vertretern*innen der Gen Y und Gen Z aus der ganzen Welt Input für die Arbeit von morgen.

Dr. Marcus Heidbrink ist Wirtschaftspsychologe und ständiges Mitglied der Fakultät der Executive School der Universität St. Gallen. Sein Arbeits- und Forschungsschwerpunkt sind Unternehmensführung, Unternehmenskultur, Mitarbeiterentwicklung und Leadership, dazu liegen von ihm auch zahlreiche wissenschaftliche Fachbeiträge und Bücher vor. Aktuell hat er mit dem Führungs- und Teamklima-Index (F.T.I.) ein Konzept und Tool entwickelt, mit dem sich die Qualität der Unternehmensführung beurteilen und entwickeln lässt. Als Gründer der HPO Research Group berät er Inhaber von mittelständischen Unternehmen in der Personal- und Unternehmensführung und coacht Spitzenteams im Sport, in Start-ups und in Konzernen.

Bild: Florian Feltes