Lexikon

Absatzkanal

Was ist ein Absatzkanal?

Der Absatzkanal wird von dem jeweiligen Hersteller gestaltet, um den Absatz seiner Produkte oder Dienstleistungen und die dazugehörige Verteilung der erforderlichen Angaben zu dem Endverbraucher bzw. Kunden zu gewährleisten.

Unter dem Begriff Absatzkanal oder Marketing Channel, Distribution Channel versteht man einen Teil des Verteilungssystems, welches vom Hersteller angeordnet wird, um den gewünschten Absatz seiner Produkte und Dienstleistungen sowie die Verteilung der erforderlichen Informationen zu garantieren. Wichtige Entscheidungen sind hier die Anzahl und Art der Stufen des Absatzweges, der Anzahl und Art der auf jeder Stufe der jeweiligen Absatzkette eingestellten Verteilungsorgane und die gestaltete Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Elementen des Marktkanals.

Verschiedene Arten des Absatzkanals

Intensiver Vertrieb

Im intensiven Vertrieb wird versucht, mit vergeltbaren Aufwand weitgehend viele Absatzstellen in den Absatzkanal einzubeziehen. Aus Kostengründen kann sich dementsprechend nur auf einzelne Absatzgebiete konzentriert werden. In dem beschlossenen Absatzgebiet ist somit eine hohe Warenerhaltung garantiert.

Selektiver Vertrieb

Bei dem selektiven Vertrieb, werden nur bewusst ausgewählte Verkaufsstellen beliefert, welche den definierten Anforderungen des Herstellers genügen. Hintergrund ist deshalb eine gewünschte Exklusivität auf dem Markt und zu den Vorteilen zählt auch die Durchsichtigkeit und Steuerbarkeit des Absatzkanals durch den jeweiligen Hersteller.

Exklusiver Vertrieb

Der exklusive Vertrieb bezeichnet die Vertriebspolitik, bei der die Absatzstelle in einem begrenzten Bezirk durch einen Bezirksschutz eine Monopolstellung gewährt wird. Beispiele hierfür wären die jeweilige Absatzpolitik der Automobilhersteller oder Mineralölkonzerne, die ihren Händlern einen exklusiven Vertrieb in einem regional begrenzten Gebiet versprechen würden.

Paralleldistribution

Bei der Paralleldistribution werden zwei oder mehrere Absatzkanäle gleichzeitig bzw. parallel eingeschaltet, dadurch fällt die Abhängigkeit von einem Absatzkanal und es stellt sich eine Risikostreuung ein. Auf der anderen Seite kann die Parallelität des Absatzkanales auch zu einem Nachtteil führen, da der Verbraucher irritiert sein kann über das Produktprofil, welches in unterschiedlichen Absatzkanälen verfügbar ist. Außerdem kann der Wettbewerb zwischen den jeweiligen Absatzkanälen um den letztendlichen Endabnehmer zu Streitigkeiten führen.

Ubiquitärer Vertrieb

Der ubiquitäre Betrieb bedeutet, dass das Produkt in allen bereitgestellten Absatzstellen eines Absatzkanals erhältlich ist. Dies ist jedoch in der Realität schwer umzusetzen und findet beispielsweise nur bei Softdrinks, Zeitungen und Zigaretten statt.

Beispiel

Erfolgt der Absatz eines Produktes z.B. über Absatzmittler oder Onlinehändler wie z.B. Amazon, so kann das Internet in diesem Fall als Absatzkanal genannt werden.

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