Eine Abschreibung ist die buchhalterische Erfassung von Wertminderungen der Vermögensgegenstände aus dem Betriebsvermögen. Der Begriff ist in den Grundlagen des Rechnungswesens verankert. Die Regeln, nach denen abgeschrieben wird, sind im Handelsgesetzbuch, kurz HGB geregelt. Hierbei wird zwischen planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen unterschieden. Die planmäßige Abschreibung stellt den zu erwartenden Wertverlust durch Abnutzung (Verschleiß) dar. Eine außerplanmäßige Wertminderung entsteht beispielsweise durch einen Unfall, bei dem der

Vermögensgegenstand beschädigt wird oder sogar untergeht, was dann als Katastrophenverschleiß bezeichnet wird. Abschreibungsfähig sind sowohl materielle als auch immaterielle Güter, wie beispielsweise Lizenzen, Konzessionen und Patente. Abschreibungen sind vor allem steuerlich und buchhalterisch relevant, da Abschreibungen steuerabzugsberechtigt sind und somit das Steueraufkommen zu verringern. Nach deutschem Recht orientiert sich die Abschreibung an der durchschnittlichen Nutzungsdauer.

Als Abschreibungsgründe zählen technische Gründe, wie normaler Verschleiß über die Jahre hinweg oder eben Katastrophenverschleiß. Zu den wirtschaftlichen Gründen einer Abschreibung zählen eine Veränderung der Nachfrage, Marktpreisschwankung, Fehlinvestition oder auch Ineffizienz. Der zeitliche Ablauf von Verträgen und Schutzrechten wird zu den rechtlichen Gründen für eine Abschreibung gerechnet.

Lineare und degressive Abschreibung

Abschreibungen können auf unterschiedliche Art und Weise getätigt werden. Zum einen gibt es die sogenannte lineare Abschreibungsmethode, hierbei werden die Anschaffungskosten für die entsprechenden Wirtschaftsgüter abzüglich eines Restwertes

gleichmäßig auf die angenommene Nutzungsdauer verteilt und dann jährlich, also linear, abgeschrieben.

Dann gibt es noch die degressive Abschreibung. In dem Fall erfolgt die Verteilung der Raten so, dass die sie mit der Nutzungsdauer immer geringer werden. Dazu wird ein fester Prozentsatz gewählt, der dann jährlich vom Restwert abgeschrieben wird. Die degressive Abschreibung entspricht meist eher dem Realwert, da Güter meist in den ersten Jahren nach der Anschaffung den größten Wertverlust haben. Auf welche Art ein Unternehmen die Abschreibung vornehmen möchte, kann es frei wählen. Darüber hinaus gibt es allerdings auch noch Sonderabschreibungen.