Ein Anlagenspiegel gibt eine Übersicht darüber, wie sich die Wirtschaftsgüter eines Unternehmens über einen Zeitraum von mehreren Jahren entwickelt. Die Darstellung des Anlagenspiegels ist ebenso im HGB vorgegeben und ist folgendermaßen aufgestellt: Die gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und die Zuschreibungen des jeweiligen Geschäftsjahres. Außerdem sind die Abschreibungen in gesamter Höhe ebenfalls hier aufzuführen.

Wer erstellt einen Anlagespiegel?

Der Anlagenspiegel wird nur von Kapitalgesellschaften erstellt. Personengesellschaften und Einzelunternehmen werden von dieser Regelung ausgenommen, so wie die kleinen Kapitalgesellschaften im Sinne von § 274a Nr.1 HGB. Der Anlagenspiegel wird auch häufig als Anlagengitter bezeichnet, sodass zusätzlich eine Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz eine weitere Quelle der Kapitalflussrechnung dargestellt wird.

Das Anlagegitter bietet den Analysten, Finanzämter, Banken und auch den Unternehmern einen Vorteil und sorgt dafür, eine Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens zu erhalten. Da Erkundigungen auf das Alter und den Zustand von Maschinen eingezogen werden können, dient das Anlagegitter auf diese Weise häufig auch als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Investitionen.