Lexikon

Ausgangsfrachten

Was sind Ausgangsfrachten?

Bei Ausgangsfrachten handelt es sich um einen Teil von Logistikkosten eines Unternehmens, welche für die Inanspruchnahme extern erbrachter Transportleistungen, worunter dementsprechend Speditionsverkehr und öffentliche Verkehrsmittel anfallen.

Die Ausgangsfrachten, die einen Teil von Logistikkosten eines Unternehmens darstellen, werden im Rechnungswesen anders aufgefasst. Bei einer Kostenrechnung werden die Frachtkosten für Schiffs-, Luft-, Bahn- und Lastwagenfrachten nach den Eingangs- und Ausgangsfrachten getrennt erfasst. Somit handelt es sich bei Eingangsfrachten um einen Teil des Einstandswerts, welcher möglichst als Einzelkosten ausgewiesen werden. Die verauslagten Frachten werden nicht zurückerstattet und berühren die Kostenrechnung nicht.

Bei der Bilanz handelt es sich um Frachtkosten, welche als Anschaffungsnebenkosten und Teil der Anschaffungskosten behandelt werden.

Ausgangsfrachten bei der Umsatzsteuer Bei den Ausgangsfrachten handelt es sich bei der Umsatzsteuer um Verhältnis zwischen Lieferant der Ware und Kunde um eine Vereinbarung, wobei der Kunde einem Lieferanten zusätzlich zum vereinbarten Preis auch die Frachtkosten erstattet, sodass umsatzsteuerlich keine eigenständige Leistung dargestellt wird. Bei der Beförderung der verkauften Ware handelt es sich um einen vereinbarten Übergabeort, welcher umsatzsteuerlich eine bloße Nebenleistung im Rahmen des Kaufvertrages über die Ware beinhaltet. Somit sind die jeweiligen Frachtkosten dann, wenn diese getrennt vom Kaufpreis offengelegt werden auf der Rechnung oder eben vom Kunden getrennt vom eigentlichen Rechnungsbetrag für die Ware später erst nachbelastet werden, umsatzsteuerlich ein Teil des Entgelts für die gelieferte Ware. Sie stehen daher im Verhältnis Lieferant – Kunde und sind aus diesem Grunde genauso zu behandeln wie der Kaufpreis der Ware, also z.B. bei einer innergemeinschaftlichen Lieferung als Teil des Rechnungsbetrages in der zusammenfassenden Meldung anzugeben. Im Verhältnis stehen sie zwischen Frachtführer bzw. Spediteur und Verkäufer der Ware. So stellen die Frachtkosten dagegen das Entgelt für eine Hauptleistung dar und sind nach den Regeln für Beförderungsleistungen zu behandeln.

Bei den Frachtkosten handelt es sich um einen Teil des Entgelts. Als Nebenleistung werden die Kosten grundsätzlich nach der einheitlichen Leistung folgend mit der Hauptleistung versteuert.

Beispiel

Der Unternehmer Klein bezieht für sein Unternehmen Waren im Wert von 5.000 EUR. Da er mit seinem Lieferer die Übernahme der Frachtkosten vereinbart hat, ist er auch verantwortlich für die Zahlung der Frachtkosten i. H. v. 595 EUR.

 
amplifypixel.outbrain