Lexikon

Außenverhältnis

Was bedeutet Außenverhältnis?

Die Bezeichnung Außenverhältnis stellt die Stellvertretung im Gesellschaftsrecht dar. Das Gegenteil des Außenverhältnisses ist das Innenverhältnis.

Das Außenverhältnis bezeichnet im Allgemeinen das Agieren des Unternehmens am Markt. So werden Rechtsbeziehungen mit Dritten wie mit Banken und Lieferanten geschlossen, welche dann als ein Außenverhältnis gilt. Bei den intern geführten Absprachen zwischen den Gesellschaftern eines Unternehmens findet im Außenverhältnis keine Wirkung statt. So werden beispielsweise Rechtsgeschäfte mit Dritten auch dann wirksam, wenn sie von einem Gesellschafter geschlossen werden, dessen Vertretungsmacht im Innenverhältnis beschränkt ist.

Die Vertretungsmacht im Außenverhältnis im juristischen Bereich

Im juristischen Bereich gelten bestimmte Regelungen der Vertretungsmacht im Außenverhältnis. Es handelt sich um die Vertretungsbefugnis gegenüber Dritten. Dem Außenverhältnis steht noch das Innenverhältnis gegenüber, da der Umfang der Vertretungsmacht im Außenverhältnis anders geregelt als im Innenverhältnis. So kann sich ebenfalls auch der Umfang der Vertretungsbefugnis unterscheiden. Die Vertretungsbefugnis kann im Außenverhältnis einen anderen Umfang haben, als die Vertretungsmacht im Innenverhältnis.

Beispiel

Der Vollmachtgeber erteilt dem Vertreter eine Vollmacht bis 20.000 Euro (Innenverhältnis), dem Geschäftspartner teilt er mit, dass der Vertreter eine Vollmacht bis 100.000 Euro hat (Außenverhältnis). Im Außenverhältnis kann der Vertreter ein Geschäft bis 100.000 Euro wirksam im Namen des Vertretenen abschließen. Im Innenverhältnis begeht der Vertreter eine Pflichtverletzung gegenüber dem Vollmachtgeber, wenn er ohne dessen Zustimmung ein Rechtsgeschäft über 20.000 Euro abschließen solltest.

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