Lexikon

Beitragsbemessungsgrenze

Was ist eine Beitragsbemessungsgrenze

Bei der Beitragsbemessungsgrenze handelt es sich um einen Betrag, der sich zusammensetzt aus der höchsten Berechnung, welche in die Sozialversicherung gezahlt werden muss, sodass die auch zugrunde liegt aus den zu zahlenden Beiträgen.

Die Beitragsbemessungsgrenze erfolgt durch das sozialversicherungsrechtliche Heranziehen von Entgelt und Einkommen, um die Beträge zu erheben. Die Beitragsbemessungsgrenze regelt zusammen mit der Geringfügigkeitsgrenze bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung entsprechend das versicherungspflichtige Arbeitsentgelt.

Diejenigen, die sozialversichert und mehr als die jährlich vom Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung festgelegte Beitragsbemessungsgrenze verdienen, zahlen nur Beiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Auf diese Weise erwerben sie sich auch nur auf dieser Grundlage die Leistungsansprüche.

Die Beitragsbemessungsgrenze wird jährlich festgelegt durch eine Rechtsverordnung der Bundesregierung. So wird die Beitragsbemessungsgrenze für jeden Versicherungszweig separat gesetzlich geregelt. Wobei die Beitragsbemessungsgrenze die gleiche Höhe bei der Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung beträgt.

Unterschiedliche Beträge bei den alten und neuen Bundesländern

In den alten und neuen Bundesländern gibt es unterschiedliche Höhen der Beitragsbemessungsgrenzen. So beträgt die Beitragsbemessungsgrenze zur Renten- und Arbeitslosenversicherung in den alten Bundesländern 52.200 €, monatlich bedeutet dies 4.350 € und in den neuen Bundesländern 68.400 €, monatlich sind es hier 5.700 €.

Die Kranken- und Pflegeversicherung

Die in Deutschland seit dem 1.1.2001 einheitliche Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beträgt 52.200 € und im Monat bei 4.350 € liegt. So steht sie niedriger im Vergleich als die Versicherungspflichtgrenze, welche einheitlich bei 48.150 € und monatlich bei 4.012,50 € angesetzt ist.

Erhöhte Beitragsbemessungsgrenze bei der Knappschaftsversicherung

Bei der Knappschaftsversicherung gilt eine erhöhte Beitragsbemessungsgrenze von 78.600 €, monatlich 6.550 € in den alten Bundesländern und 66.600 €, monatlich 5.550 € in den neuen Bundesländern. Für die antragspflichtversicherten Selbständigen und selbständigen Handwerker gilt die Geringfügigkeitsgrenze und dementsprechend gesonderte Regelungen.

Beispiel

Da die Beitragsbemessungsgrenze in den alten Bundesländern zur Renten- und Arbeitslosenversicherung bei 76.200€ jährlich, was einem Einkommen von 6.350€ im Monat entspricht. In den neuen Bundesländern liegt diese Grenze bei 68.400€ jährlich und damit 5.700€ im Monat. Die in allen Bundesländern einheitlich geregelte Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung beläuft sich dagegen auf 52.200€ im Jahr und damit 4.350€ im Monat. Jegliches Einkommen über diesen Grenzen wird nicht mehr in die Beitragsberechnung mit einbezogen.

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