Lexikon

Benefits

Was sind Benefits?

Bei dem englischen Wort Benefit, welches übersetzt Vorteil bzw. Vorzug heißt, handelt es sich um ein Gut, welches ein bestimmtes Bedürfnis des Konsumenten befriedigt. Im wirtschaftsrechtlichen Sinn sind dabei die Vorteile gemeint, die ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer bietet.

Bei Benefits handelt es sich um Vorteile, welche Unternehmen ihren Mitarbeitern zu ihrem Gehalt zusätzlich geben. So erscheinen diese als möglichst attraktiv für Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt. Die Benefits können auf diese Weise zu einem ausschlaggebenden Kriterium werden bei der Wahl des Arbeitgebers.

Beispiele für mögliche Benefits

Zu den möglichen Benefits zählen unterschiedliche Nebenleistungen, die in einzelne Unterkategorien geclustert werden können. Diese Nebenleistungen sollen die Belegschaft motivieren, zur Anerkennung der Leistung dienen und zu einer Verbesserung des Betriebsklimas beitragen. Dazu zählen beispielsweise:

Transportmittel: Dienstwagen, Bahn Cards, Jobtickets

Finanzielle Anreize: Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Prämien, Mitarbeiterrabatte

Bildung: Weiterbildungen wie Seminare und Mentorship, regelmäßige Knowledge-Sessions

Betriebsausstattung: Freizeitgestaltungsmöglichkeiten (Tischtennisplatte, Kicker, Pausenraum, Playstation), betriebsinterne Kindergärten oder andere Einrichtungen

Flexibilität: flexible Arbeitszeiten, Barrierefreiheit, Homeoffice

Technik: Smartphones, Laptops, Tablets

Teambuilding: Teamevents und gemeinsame Reisen

Versorgung: Getränke, frisches Obst, Gesundheitsmaßnahmen

In der Top-Arbeitgeber Übersicht der Gründerszene Jobbörse zeigen Firmen, welche Benefits sie konkret anbieten.

Der Nutzen auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite und steuerliche Behandlung

Obwohl nur knapp 25 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland Benefits genießen, nutzen sie sowohl dem Arbeitgeber als auch dem Arbeitnehmer. Bei den Zusatzleistungen handelt es sich in der Regel um steuerfreie oder staatlich subventionierte Vorteile, sodass beide Seiten davon profitieren. So können die jeweiligen Arbeitgeber durch die Mitarbeiter-Benefits Lohnnebenkosten sparen und bieten gleichzeitig eine Motivation für ihre Angestellten, sodass dies eine positive Bindung zum Unternehmen zur Folge hat und im besten Fall eine Umsatzsteigerung.

Die gesetzliche Regelung nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG besagt, dass die monatlichen Sachbezüge von bis zu 44,00 Euro pro Mitarbeiter steuerfrei sind. So gelten diese Sachbezüge als steuerlich begünstigte Zuwendung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer, wobei die Zuwendung nicht als Bargeld ausgezahlt wird, sondern beispielsweise in Form eines Gutscheins. So erweisen sich die Mitarbeiter-Benefits in den meisten Fällen als wesentlich günstiger als eine Lohnerhöhung.

Beispiel

Die subventionierten und vergünstigten Mahlzeiten in der hauseigenen Kantine gehören zu den Leistungen, welche das Unternehmen Unilever seinen Mitarbeitern zusätzlich zum Gehalt anbietet.


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