Die englische Bezeichnung Big Data meint in der deutschen Übersetzung eine große Menge an Daten, welche aus dem Bereich wie des Internets und Mobilfunks, der Finanzindustrie, Energiewirtschaft, des Gesundheitswesens und Verkehrs und aus Quellen der intelligenten Agenten, sozialen Medien, Kredit- und Kundenkarten, Smart-Metering-Systemen, Assistenzgeräten, Überwachungskameras sowie Flug- und Fahrzeugen stammen. Mit bestimmten Lösungen findet eine Verarbeitung, Auswertung und ein Speichern dieser Datenmengen statt.

Ziele von Big Data

Zu einem der wichtigsten Ziele von Big Data ist das Entdecken und Analysieren von reproduzierbaren Geschäftsmustern. Es ist allgemein anerkannt, dass unstrukturierte Daten – die meisten davon in Textdateien – mindestens 80 Prozent von Unternehmensdaten ausmachen. Wenn diese unbearbeitet liegen bleiben, bedeutet allein die ganze Menge unstrukturierter Daten, die ein Unternehmen täglich produziert, einen erheblichen Kostenfaktor für die Speicherkapazitäten. Unbearbeitete Daten können zudem ein Haftungsgrund sein, wenn Informationen im Falle einer Compliance-Prüfung oder Klage nicht gefunden werden.

Big Data wird außerdem mit Cloud Computing verbunden, da es sich bei der Echtzeit-Analyse um eine große Menge an Daten handelt und es ein Framework benötigt wird, wie beispielsweise bei MapReduce und Hadoop geht. Bei diesen Programmen steht eine große Menge von Daten-Verteilung im Fokus.

Die Bedeutung in der Wirtschaft und Wissenschaft von Big Data

Die Wirtschaft erhofft sich durch Big Data neue Erkenntnisse bei Interessenten und Kunden, ihr Risikopotenzial und ihr Kaufverhalten, und generiert benutzerbasierte Profile, wohinter ebenso auch die Phänomene wie Small Data erscheinen können. Sie versucht eine Optimierung und Flexibilität der Produktion zur Industrie 4.0, Innovationen sowie durch Vorrechnungen eine effektivere Positionierung auf den Markt zu schaffen.

Die Wissenschaft untersucht auf diese Weise den Klimawandel, das Entstehen von Erdbeben und Epidemien sowie (Massen-)Phänomene wie Shitstorms, Bevölkerungswanderungen und Verkehrsstaus. Anhand von Computern werden durch die Big Data Analyse sowohl Atombombenabwürfe als auch Meteoritenflüge und –einschläge untersucht. Die Behörden und Geheimdienste finden in den Unmengen von Daten Abweichungen und Auffälligkeiten, sodass sie Kriminelle und Terroristen schneller aufspüren und auch Ähnlichkeiten, Gruppierungen und Eingrenzungen mit diesen schaffen können.

Die Kritik und der Ausblick auf Big Data

Die ständige Anhäufung von Daten wird in der Öffentlichkeit häufig kritisiert und stellt eine besondere Herausforderung für den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht dar. Häufig sind die Betroffenen, von den gesammelten Daten nicht einverstanden mit der Verwendung von Daten und sind auch nicht in der Lage diese zu identifizieren und zu kontrollieren.

Die Verbindung von nicht problembehafteten Informationen kann ebenso zu problematischen Erkenntnissen führen, sodass man augenblicklich einem Verdächtigen-Zirkel angehört und die Statistik einem kreditunwürdigen und risikobehaftet erscheint. Die Gründe sind hier, dass der Wohnort sich im falschen Stadtviertel befindet, bestimmte Fortbewegungsmittel genutzt werden und bestimmte Bücher gelesen werden.

So stellt sich die Informationsethik Fragen nach den moralischen Verwicklungen von Big Data, bezüglich auf die digitale Bevormundung und Big Data, wozu auch eine Herleitung zu Orson Wells gebrauchten Begriff "Big Brother" in „1984“ geführt werden kann. So sind heutzutage auch eine Wirtschaftsethik und Rechtsethik nötig, um mithilfe von Datenschutzgesetzen und –einrichtungen zu starke Auswüchse zu verhindern und einen notwendigen Verbraucherschutz sicherzustellen.