Lexikon

Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMog)

Was steht im Bilanzmodernisierungsgesetz?

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ist im Mai 2009 in Kraft getreten. Es handelt sich bei dem Gesetz um die größte deutsche Bilanzrechtsreform in den letzten Jahrzehnten.

Das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts kurz BilMoG vom 25.5.2009 ist am 29.5.2009 in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, dass die Bundesregierung die Wirtschaft finanziell entlasten soll. Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz oder die Kurzbezeichnung BilMoG ist zuständig, für die Kostenregulierung und –senkung und die Nationalisierung und Internationalisierung von Abschlüssen, um auf diese Weise die Aussagekraft des HGB-Abschlusses zu erhöhen und die gängigen Nachteile der IFRS-Rechnungslegung, wie die hohe Komplexität, den hohen Zeitaufwand und hohe Kostenbelastung auszugleichen.

Das BilMoG hat das HGB-Bilanzrecht der letzten Jahre tiefgreifend modernisiert.

 

Der Inhalt des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

Das Gesetz soll Unternehmen von vermeidbarem Bilanzierungsaufwand entlasten. Es geht um mittelständische Einzelkaufleute, welche nur einen kleinen Geschäftsbetrieb und nicht mehr als 500.000 Euro Umsatz und 50.000 Euro Gewinn pro Geschäftsjahr an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren unterhalten, sodass sie von der handelsrechtlichen Buchführungs-, Inventur- und Bilanzierungspflicht befreit sind.

Für Kapitalgesellschaften wie AG und GmbH werden ebenfalls Befreiungen und Erleichterungen bei der Bilanzierung vorgesehen. Die durch das BilMoG veränderte Bilanzierungspraxis betrifft u.a. Bereiche wie beispielsweise die der latenten Steuern es gilt hier das Temporary-Konzept mit Bilanzvergleich von handelsrechtlichen mit steuerrechtlichen Wertansätzen, Pensionsverpflichtungen und für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Bei den Ansatz-, Bewertungs-, Ausweis- und Anhangvorschriften wurden ebenfalls Änderungen eingeführt. Des Weiteren wurde der handelsrechtliche Konzernabschluss durch eine Angleichung an internationale Rechnungslegungsstandards attraktiver gestaltet.

Beispiel

Die Berücksichtigung von Gehalts- und Rententrends oder die geschätzten Steigerungsraten von Gesundheitsvorsorgeleistungen wären ein Beispiel für das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz.

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