Lexikon

Bottom-Up-Ansatz

Was ist ein Bottom-Up-Ansatz?

Bei dem Bottom-Up-Ansatz oder dem Bottom-Up-Prinzip handelt es sich um eine Anlagestrategie, welche von Aktien-Investmentfonds-Managern genutzt wird, um das Wachstumspotential einzelner Unternehmen zu analysieren.

Bei der englischen Bezeichnung Bottom-Up-Ansatz handelt es sich um eine Strategie, die bei Planungsprozessen im großen Konzern angewendet wird. Die deutsche Übersetzung bedeutet so viel wie von „oben nach unten“ und meint die Vorgehensweise, dass von unteren Organisationseinheiten die Planungsgrößen jeweils über die nächsthöhere Hierarchieebene weitergegeben wird bis zur Konzernspitze. So findet eine Koordination und Zusammenfassung für die Konzernplanung statt.

Die Grundidee des Bottom-up-Ansatzes und die Anwendung

Bei der Grundidee handelt es sich um die Lösung von abgegrenzten und detaillierten Teilproblemen, um mit deren Hilfe dann wiederum größere und darüberlegende Probleme lösen zu können. Die einzelnen Teillösungen werden von „unten” nach „oben” zusammengesetzt bis letztendlich dann das Gesamtproblem gelöst wird.

Angewendet wird das Prinzip bereits beim Entwurf von Softwaresystemen, indem der Entwurf von den elementaren Operationen und Funktionen zur Verwaltung der benötigten Daten begonnen wird, sodass diese dann auf einer höheren Abstraktionsebene für schwierige Probleme bzw. abstrakte Datenstrukturen genutzt wird. Auch wird der Ansatz häufig kombiniert mit dem Top-Down-Prinzip angewendet.

Bottom-Up-Ansatz im Hinblick auf den Gesamtmarkt

Auch werden mit dem Ansatz die Chancen einer Branche im Gesamtmarkt bewertet. Bei dieser Analyse handelt es sich ebenso um die Grundlage einer Transaktionsentscheidung.

Bottom-Up-Ansatz beim Führungsstil

Weiterhin kann es sich bei dem Bottom-up-Ansatz auch um einen Führungsstil handeln, der durch das Einbinden von Mitarbeitern eine Arbeitnehmerbeteiligung auf allen Ebenen des Entscheidungsfindungsprozesses und der Problemlösung fördert. So wird dieser Führungsansatz mit flachen Hierarchien und dem Empowerment von Mitarbeitern verbunden. Auch hier kann der Ansatz Kreativität und Flexibilität steigern und bildet so einen Gegensatz zu dem Top-down- Ansatz.

Unterschiede zwischen den Führungsstilen Top-Down und Bottom-Up

Der Top-Down-Ansatz zeichnet sich aus mit Inflexibilität, einem bürokratischen Aufwand, einer Gesamtsteuerung, von der Führungsebene auferlegte Vorgänge und keine moralische Motivation, sodass die Menschen das Gefühl haben, dass ihre Meinung keine Rolle zu spielen scheint.

Wohingegen das Bottom-Up-Prinzip eine Flexibilität, Agilität und eine Zusammenarbeit erfordert. Das Team wird durch Vorgänge gesteuert und es erfolgt eine hohe Motivation dadurch, dass die Team-Mitglieder sich aktiv an der Projektentwicklung beteiligen.

Beispiel

Im Bereich des Projektmanagement finden heutzutage entscheidende Veränderungen statt. Unternehmen wie The New York Times, Tribune Co. und Ernst & Young haben vom sogenannten Top-Down-Management-Stil zum Bottom-Up-Management gewechselt. Weiterhin haben mitunter einige der größten Konzerne der Welt, wie zum Beispiel Toyota und IBM das Bottom-Up-Management in einigen Abteilungen eingeführt.


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