Brutto, was sich vom lateinischen "brutus" herleitet, was wiederum "unrein", "schwerfällig" und "stumpf" bedeutet. Dieser im wahrsten Sinne des Wortes nicht sehr hübsche Begriff ist dafür verantwortlich, dass man als Kunde höhere Preise zahlt und als Arbeitgeber mehr Gehalt zahlen muss, als beim Arbeitnehmer letztlich ankommt. Netto und Brutto gibt es sowohl in Bezug auf den Lohn als auch in Bezug auf Preise.

Der Bruttoverkaufspreis

Das liegt daran, dass der Bruttoverkaufspreis den Preis bezeichnet, in dem alle Teilwerte wie die Mehrwertsteuer, die Umsatzsteuer und die Lohnsteuer beinhaltet sind. Müssten nur Nettopreise, also Preise abzüglich von Steuern gezahlt werden, dann wären die Preise um einiges billiger. Analog bezeichnet das Bruttogehalt das Gehalt, das der Arbeitgeber mit allen Teilwerten wie den Steuern und den Sozialabgaben zahlt. Das Bruttogehalt ist also das Gehalt, das nie in seiner Gänze beim Arbeitnehmer ankommt. Der muss sich mit dem Nettogehalt abfinden. Das Nettogehalt ist das Bruttogehalt abzüglich aller Steuern, die gezahlt werden müssen.

Brutto und Netto

Brutto heißt also immer mehr. Im Handel bedeutet Brutto der Preis, der alle Teilwerte wie die Mehrwertsteuer, die Umsatzsteuer und die Lohnsteuer beinhaltet. Meistens bezieht es sich also auf den durch Steuern höheren Verkaufspreis oder auf das durch Steuern aufgeblähte zu zahlende Gehalt.

Netto heißt analog dazu: Weniger, also alle Preise und Gehälter ohne Steuern. Wem es schwer fallen sollte, diese zwei Begriffe auseinanderzuhalten, dem könnte sich folgende Eselsbrücke als nützlich erweisen: Brutto hat einen Buchstaben mehr als Netto, ist also immer mehr.