Bei einer Click Fraud, zu deutsch Klickbetrug, handelt es sich um das Erzeugen von Klicks mit einer betrügerischen Absicht. So werden künstlich Klicks auf dem Werbebanner gebildet, hinter welchen nicht die Absicht besteht, die beworbenen Produkte zu kaufen.

Die Ziele des Klickbetruges

Das Ziel kann hier zum einen sein, die eigenen Einnahmen durch einen Werbebanner zu erhöhen und sich selbst zu bereichern. Zum anderen kann Click Fraud aber auch auf eine Schädigung der Konkurrenz sein, sodass das Budget dieser geschwächt wird und es keine Banner mehr von ihrer Seite aus angezeigt werden können.

Gründe für die eigene Bereicherung

Beim Pay-per-click-Modell bedeutet jeder Klick auf ein Werbebanneroder eine AdSense-Werbung, dass ein Geldbetrag bei den Betreibern einer Webseite zufließt. Aus diesem Grunde liegt es nah für die Seitenbetreiber, dass die Klickzahlen durch ein eigenes Anklicken der Banner oder AdSense-Anzeigen eine Steigerung zur Folge hat.

Gründe und Vorgehensweise der Schädigung der Konkurrenz

Gründe für die Schädigung sind, dass bei den AdWords-Kampagnen die Werbetreibende für jeden Klick eines Users auf die Anzeige bezahlen muss, können andere Wettbewerber die Kosten für den Werbetreibenden steigern, indem sie diese Anzeigen häufig anklicken. Weiterhin findet eine Reduzierung mit jedem Klick vom Werbetreibenden durch ein eingestelltes Tagesbudget für die jeweilige Anzeige statt. So wird dieses Budget anhand des ständigen Anklickens der Konkurrenz verbraucht und die Anzeige wird nicht mehr erscheinen, was wiederum vorteilhaft für die Mitbewerber ist.

Die drei verschiedenen Arten von Klickbetrug

Es gibt drei unterschiedliche Arten von Klickbetrug. Zum einen gibt es den manuellen Klickbetrug. Dieser meint die Vorgehensweise, wenn ein Betrüger oder mehrere Personen in dessen Auftrag eigenhändig auf die jeweiligen Anzeigen klicken.

Die zweite Art ist der automatische Klickbetrug und meint das Klicken der Anzeige wird hier von einem Menschen veranlasst, sondern durch ein spezielles Programm (Script), einen sogenannter Clickbot, einen Roboter, der für das Klicken zuständig ist.

So findet durch diesen eine Imitation des menschlichen Nutzungsverhalten statt, damit der Betrug nicht direkt auffällt. Dazu werden beispielsweise automatisch die IP-Adressen, die Browserkennung oder sogar das Betriebssystem ausgewechselt.

Die Folgen des Klickbetrugs

Ein Klickbetrug hat weitreichende Folgen, sowohl einen wirtschaftlichen Schaden als auch einen erheblichen Vertrauensverlust in das Pay-per-click-Modell und somit auch in das Geschäftsmodell von Webseiten- und Suchmaschinenbetreibern. Die Werbetreibenden müssen sich darauf verlassen können, dass die Klickzahlen auch wirklich der Wahrheit entsprechen.

Die Maßnahmen gegen den Klickbetrug

Um sich vor Klickbetrüger zu schützen, besteht die Möglichkeit für Suchmaschinen- und Webseitenbetreiber der Einsatz einer Trackingsoftware. Dabei handelt es sich um Programme, welche das Nutzerverhalten auf der jeweiligen Seite als auch bei den Anzeigen genauer untersuchen. Auf diese Weise findet eine Aufdeckung der Unregelmäßigkeiten statt, die auf einen Click Fraud hindeuten können.