Lexikon

Coder

Was macht ein Coder?

Bei dem Begriff Coder bzw. Koderierer handelt es sich um eine Person, die ein Computerprogramm entwirft, schreibt oder testet. Weiterhin kann es sich auch um eine Soft- oder Hardware handeln, welche ein digitalisiertes Videosignal in ein datenreduzierendes Signal verwandelt.

In der Nachrichtentechnik wird unter einem Coder bzw. einem Kodierer in der Regel der erste Umsetzer, Konverter oder Wandler für digitale oder analoge Signale bezeichnet. Zusammen mit weiteren möglichen Umsetzern bzw. einer Dekodiereinheit, auch Dekodierer (engl. Decoder) genannt bildet er eine logische Einheit bzw. eine Funktionskette.

Mehrere Bedeutungen des Coders

Bei der Bezeichnung Coder handelt es sich entweder um die Person, welche ein Computerprogramm entwirft, schreibt oder testet oder eine Soft- oder Hardware, welche ein digitales Videosignal in ein datenreduzierendes Signal verwandelt. Ein Coder beschreibt oder benennt allerdings keineswegs Dateien oder Daten eines Video- oder Audiocodierformats. Weiterhin kann es sich bei einem Coder um eine Baugruppe zur FBAS-Codierung handeln, welche die analogen Farbwertsignale Rot, Grün und Blau zu einem FBAS-Signal umwandelt. Im Gegensatz zu dem FBAS-Signal ist das RGB-Signal, das ein Standard für die Übertragung von Farb-Videosignalen bezeichnet. Obwohl die professionelle Videotechnik wesentlich nur mit SDI-Signalen, eine serielle, digitale Schnittstelle, die in erster Linie zur Übertragung von unkomprimierten und unverschlüsselten Videodaten verwendet wird. Es kommt hauptsächlich im Bereich professioneller Fernsehstudios und im Bereich von Fernsehsendern zum Einsatz. Dennoch ist ein FBAS-Coder immer noch Bestandteil eines jeden Gerätes, um FBAS-Signale zu kontrollierenden Zwecken zu erzeugen. Allgemein kann ein Coder auch ein analoges oder digitales Gerät, um Video- oder Audiosignale zu verschlüsseln. Arbeitsweise eines Kodierers Ein Kodierer arbeitet nach einer fest vorgegebenen Kodiervorschrift, sodass der Dekodierer ein Signal auf der Empfängerseite empfängt und wieder in das anfängliche Format zurückkonvertieren kann. Dementsprechend arbeitet neben dem eigentlichen Kodierer auch immer ein „entgegengesetzter“ Dekodierer. Die Einheit aus Kodierer und Dekodierer wird Codec genannt.

Gründe für die Kodierung einer Datenquelle

Die Gründe für eine Datenquellenkodierung sind vielfältig. Dazu zählt das Komprimieren von Audio- oder Videodaten für eine schnelle Übertragbarkeit, welche über „langsame“ Datenkanäle (hohe Datenübertragung in kurzer Zeit) erfolgt. Weiterhin sind weitere Gründe die Audio- oder Videodaten zu komprimieren, um bei gegebener Übertragungsgeschwindigkeit oder gegebenem Speicherplatz eine höhere Bild- oder Tonqualität zu erzielen. Zudem ergibt sich als weiterer Grund die Datenquelle zu kodieren, um die Daten mit einem Fehlerschutz zu kodieren, sodass Störungen, die auf dem übertragenden Kanal auftreten und die Daten stören würden, bei dem Empfänger korrigiert werden können (Forward Error Correction). Dazu werden zu den ursprünglichen Daten von einem Kodierer zusätzliche Informationen beigefügt, die dem Dekodierer erlauben, Daten und Fehler jeweils voneinander zu trennen.

Beispiel

Ein Kodierer ist in der digitalen Nachrichtentechnik ein System, welches beispielsweise ein digitales Audiosignal, ein Dateiformat, ein Computerbild oder ein gegen Fehler empfindliches Datensignal in ein für einen bestimmten Kanal geeignetes Format umwandeln soll.


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