Bei dem Begriff Damnum handelt es sich um den Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag eines Darlehens oder der Forderung (Rückzahlungsbetrag) und dem wirklich gezahlten Betrag bzw. Verfügungsbetrag oder Nominalbetrag beim Wechseln. Der Wechselbetrag ist dabei ein eingerechneter Diskont. Das Damnum wird sodann in der Form eines Abschlages bei der Auszahlung des Darlehens, des Disagios, eines Zuschlages bei der Rückzahlung, wie es bei dem Agio der Fall ist oder durch die entsprechende Verbuchung von den ersten Tilgungsraten vereinbart.

Prozenthöhe des Damnums

Das Damnum kann in der Regel bis zu 10 Prozent betragen, sodass der Auszahlungsbetrag des Darlehens in diesen Fällen bei 90 Prozent liegt.

Das Damnum bei der Buchung

Das Damnum ist bei der Buchung ein aufgenommenes Darlehen und darf in der Handelsbilanz zusammen mit einem evtl. Rückzahlungsagio unter den entsprechenden Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert werden und soll während Darlehenslaufzeit komplett abgeschrieben werden § 250 III HGB.

Die steuerliche Behandlung

Das Damnum wird auf zwei unterschiedliche Weisen im steuerlichen Bereich behandelt. Im außerbetrieblichen Bereich kann der Darlehensnehmer unter gewissen Voraussetzungen im Jahr der Darlehensaufnahme das Damnum sofort als Werbungskosten abziehen. Bei dem Darlehensgeber gehört das Damnum als Einnahme zu den Einkünften aus dem Kapitalvermögen. Wohingegen das Damnum im betrieblichen Bereich als Rechnungsabgrenzungsposten zu bilanzieren ist und entsprechend der Laufzeit des Darlehens gewinnmindernd oder -erhöhend aufgelöst wird.